30.08.2010, 12:29 Uhr
Bis Dienstagabend ist im Alpenraum Starkregen angekündigt. (Foto: dpa)Nach den Unwettern der letzten Tage bringt Tief "Erina" neuen Regen. "Besonders heftig trifft es das Allgäu und die Alpen", sagte Torsten Walter von der Meteomedia Unwetterzentrale zu wetter.info. "Bis zum Dienstagabend können örtlich bis zu 130 Liter Regen pro Quadratmeter runterkommen."
Auch im Alpenvorland wird es mit 40 bis 50 Liter viel und kräftig regnen. Sonst fallen hier im ganzen Monat 100 bis 150 Liter pro Quadratmeter. "Doch der August war sehr nass", sagte Meteorologe Walter. "Bisher sind bereits 300 bis 400 Liter pro Quadratmeter runtergekommen." Da die Böden bereits durchweicht sind, können sie kaum noch neuen Regen aufnehmen. An kleineren Flüssen und Bächen drohen deshalb Überschwemmungen.
In den Alpen ist zudem starker Schneefall angekündigt. Oberhalb von 1800 Metern muss bis Dienstagabend mit einem halben Meter Neuschnee, Schneeverwehungen und Minusgraden gerechnet werden. Zehn Zentimeter Neuschnee waren bereits am Montagmorgen auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze (2962 Meter) gefallen. Kälterekorde wurden zugleich auf dem Brocken im Harz (1141 Meter) und auf der Wasserkuppe (950 Meter) in der Rhön gemessen. 0,9 Grad zeigten die Thermometer auf dem Harz-Gipfel an, noch einmal 0,5 Grad weniger als beim bisherigen Tiefststand am 25. August 1980.
Im großen Rest des Landes geht es aber ab Dienstag langsam wieder bergauf. "Vom Pfälzer Wald bis zur Ostsee bleibt es trocken, und ab und zu zeigt sich auch die Sonne", sagte Walter. In der Nordwesthälfte werden die Regenpausen immer länger. Im Osten kann es vereinzelt Gewitter geben, und auch im Südosten regnet es noch zeitweise. Für die Jahreszeit ist es weiter zu kühl.
Zum meteorologischen Herbstanfang am Mittwoch gibt es dann im Breisgau und an der Ostsee am meisten Sonne. Die Temperaturen klettern auf 18 bis 20 Grad, am Oberrhein auf bis zu 23 Grad. Im Südwesten bleibt es weitgehend trocken, und die Sonne kann sich immer öfter gegen die Wolken durchsetzen. In einem breiten Streifen von der Nordsee bis zum Erzgebirge ist es hingegen weiter wechselhaft mit Regen, und es bleibt kühl.
Am Donnerstag setzt sich der sachte Aufwärtstrend fort: Es wird noch ein bisschen milder, und in der Südwesthälfte gibt es sogar längere heitere Phasen. Auch in der Mitte und um Süden bleibt es weitgehend trocken. Im Norden und Osten ziehen hingegen dichtere Wolkenfelder durch und stellenweise regnet es.
Pünktlich zum Wochenende hin macht das Wetter dann wieder "einen spätsommerlichen Eindruck", verspricht Meteorologe Walter. Verbreitet werden bereits am Freitag 20 bis 23 Grad erreicht, am Oberrhein könnte es mit 25 Grad sogar einen "echten Sommertag" geben. Nur im Nordosten bleibt es mit 18 bis 19 Grad kühler. Insgesamt bleibt es weitgehend trocken und recht sonnig. Die Nächte sind jedoch weiter sehr frisch und es können sich Nebelfelder bilden.
Quelle: wetter.info
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