04.06.2011, 14:30 Uhr
Mitglieder von Greenpeace besetzen die Ölplattform "Leiv Eiriksson" vor Grönland (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Umweltschutzaktivisten haben eine Ölplattform in den arktischen Gewässern vor Grönland besetzt. Die Organisation Greenpeace erklärte, 18 ihrer Mitglieder seien am frühen Morgen auf die Plattform "Leiv Eiriksson" geklettert. Sie forderten, dass der schottische Betreiber Cairn Energy einen Plan für den Umgang mit einer möglichen Ölpest ausarbeitet.
Greenpeace erklärte, in dem entlegenen Gebiet sei das Öl im Katastrophenfall praktisch unmöglich aufzufangen. Die Tiefseebohrungen dort begannen in dieser Woche. Zwei Aktivisten von Greenpeace wurden bereits festgenommen, weil sie versucht hatten, die Arbeiten zu behindern.
Nach Angaben von Greenpeace haben neben Cairn sechs weitere Ölgesellschaften die formale Erlaubnis von der grönländischen Regierung erhalten, nach Öl und Gas zu bohren. Die schottische Firma sei die erste, die mit den Suchbohrungen begonnen habe. Dabei wolle Cairn bis in eine Meerestiefe von 1500 Metern vordringen.
Eine alarmierende Zahl, findet die Umweltschutzorganisation. Genau in dieser Tiefe ereignete sich vor etwa einem Jahr die Katastrophe der "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko. "Sobald Öl gefunden wird, ist zu erwarten, dass große Konzerne wie Exxon und Chevron nachziehen", vermutet Greenpeace.
Die Bohrung finde in einer Meerenge statt, der Davis-Strait. Diese sei auch als "Eisbergallee" bekannt, wegen der in ihr treibenden Eisberge. Aber es brauche noch nicht mal die Kollision mit einem Eisberg, um die Umwelt zu verschmutzen. Bereits bei den Suchbohrungen gelangten 9000 Tonnen Chemikalien ins Meer, so die Experten von Greenpeace. Die Umweltorganisation will die Bohrarbeiten der "Leiv Eiriksson" so lange wie möglich hinauszögern.
Ove Karl Berthelsen, Industrieminister im teilautonomen zu Dänemark gehörenden Grönland, hatte die Greenpeace-Aktion als "für die Medien arrangiert" kritisiert. Sein Land habe das volle Recht zur Nutzung der Naturressourcen unter dem eigenen Grund unter Beachtung umwelt- und sicherheitsmäßiger Aspekte. Durch die Klimaerwärmung gelten die vermuteten gigantischen Bodenschätze unter der Polarregion kommerziell als zunehmend interessant.
Quelle: dpa , tbo , dapd
südwest schrieb:
am 5. Juni 2011 um 14:01:50
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Umwelt
@ungläubiger
Stell Dir nur mal vor, jeder der fast 7 Milliarden Menschen fliegt jährlich über 100.000 km. Solche Leute wie Du
machen unsere Erde kaputt. Und das auch noch mit einer widerlichen Selbstverständlichkeit - nach mir die Sintflut!!
Dummheit ist offensichtlich grenzenlos!
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Matze schrieb:
am 5. Juni 2011 um 10:03:53
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@Umweltschutz
Ich würde allen raten, denen der Umweltschutz auf die nerven geht in ein Land zu ziehen in dem das keinen interessiert. Wir
wäre es mit Norilsk. Da pfeifft man drauf. Da gibt es gutes Geld. Wie wäre es mit dem von Shell verseuchten Nigerdelta in Nigeria, klasse gegend wenn man Atemschutzmasken hat. Linfen in China kann ich auch empfehlen, da spielt Umweltschutz keine Rolle. Ich könnte die Liste unendlich verlängern. Da dürfte für jeden was dabei sein. Also tschüß.
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karle schrieb:
am 4. Juni 2011 um 17:29:19
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Greeenwar
Ich war lange Jahre Tankerkapitän. Leider ist mir nie ein Boot von denen in die Quere gekommen. Sie hatten eben Glück. Übrigens,
wir hatten viele Löcher im Schiff und haben dann das Öl langsam auslaufen lassen. Hahaha. Dafür wurden wir bezahlt!
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