31.10.2011, 12:40 Uhr
Ängstliches Warten auf den Scheitelpunkt: Die Einwohner Bangkoks müssen mit dem Schlimmsten rechnen (Quelle: AP)
Das Hochwasserdrama in Bangkok findet an diesem Wochenende seinen vorläufigen Höhepunkt: Am Samstag wird um 18 Uhr (13 Uhr MESZ) der Scheitelpunkt der Überschwemmungen erwartet. Der Wasserstand im Fluss Chao Phraya erreichte am Freitag die kritische Marke von 2,47 Meter. An mehreren Stellen brach das Flutwasser bereits über die 2,50 Meter hohen Barrieren. Ein radikaler Plan zur Beschleunigung des Wasserablaufs wurde aber verworfen: Es sei nicht nötig, Straßen aufzureißen und fünf bis sechs Meter breite Furchen hindurchzuziehen, sagte der Transportminister.
"Für Samstag den 29. Oktober wird in Bangkok gegen 18 Uhr der Scheitelpunkt der Überschwemmung erwartet, bei dem es auch zu Überschwemmungen in der Innenstadt Bangkoks kommen kann", teilte die deutsche Botschaft mit. Sie richtete einen Bereitschaftsdienst ein, über den in dringenden Notfällen Diplomaten zu erreichen sind.
Für Reisende ist derzeit nicht die richtige Zeit für Bangkok. "Es gibt keine Garantie, dass das Zentrum der Stadt vor Überflutungen verschont bleibt", sagte TUI-Chefreiseleiter Ralf Rau in Bangkok. "Wir empfehlen Reisenden deshalb dringend, ihre Bangkok-Pläne zu überdenken."
Er betonte, dass andere Landesteile wie die Baderegionen im Süden Thailands nicht betroffen sind. Bangkoks internationaler Flughafen ist offen. Die Flughafenbehörden versichern, dass keine Überschwemmungsgefahr besteht. Das Gelände ist durch einen drei Meter hohen Flutwall gesichert.
Fatal für Bangkok ist das Zusammentreffen von Überschwemmungswasser aus dem Norden und Flutwasser aus dem Golf von Thailand. Eine Springflut mit besonders hohem Flutstand dürfte Wasser in die Mündung des Chao Phraya drücken.
Die Sorge um die Dämme steigt. Es ist schon jetzt die schlimmste Flutkatastrophe seit mehr als 50 Jahren. zum Video
Gleichzeitig rauscht das Hochwasser aus den Überschwemmungsgebieten im Norden durch das Flussbett. Die Wasserrmassen dürften sich in Bangkok stauen. Die Flutdämme können diese Wassermassen nicht halten. Bereits am Freitag schwappte Wasser über die Dämme und überschwemmte die Straßen um den alten Königspalast. Auf der gegenüberliegenden Flussseite standen die Anwohner schon bis zur Brust im Wasser.
Das Krisenzentrum der Regierung (Froc) forderte Einwohner in besonders gefährdeten Bezirken entlang des Chao Phraya und im Norden noch einmal dringend zur Flucht auf. "In einigen Gebieten wollen die Leute nicht gehen, ehe sie die Überschwemmungen sehen", sagte Froc-Sprecher Tongthong Chandransu. "Das führt später nur zu Chaos."
Gouverneur Sukhumbhand Paribatra inspizierte die Lage im Norden der Stadt. Wassermassen drangen von dort ungehindert auf das Stadtgebiet zu. Anwohner hatten dort Flutdämme verhindert, weil sie fürchten, dass ihre eigenen Straßen dann länger unter Wasser stehen. "Wir arbeiten mit dem Krisenzentrum zusammen, um dort doch noch Flutwälle zu errichten", sagte er. "Wir sollten das Wasser einfach in den schon überfluteten Straßen stehen lassen."
Transportminister Sukumpol Suwanatat verwarf derweil einen Plan, den Ingenieure und Wasserexperten in letzter Minute entworfen hatten: Sie wollten Gräben durch fünf Straßen im Osten Bangkoks baggern lassen, damit das Wasser schneller in Richtung Süden zum Meer abfließen kann. "Dafür besteht keine Notwendigkeit", sagte der Minister. Die Straßen blockierten den Abfluss des Wassers nicht. Regierungschefin Yingluck Shinwatra schloss sich seiner Meinung an.
Der wirtschaftliche Schaden geht bereits in die Milliarden. Nach Angaben der Bank von Thailand betrug er bis zum 19. Oktober bereits 140 Milliarden Baht (3,2 Milliarden Euro). Tausende Fabriken sind überflutet und stehen still. Wann dort wieder gearbeitet werden kann, ist nicht abzusehen. Die Bank revidierte ihre Wachstumsprognose für 2011 von 4,6 auf 2,6 Prozent.
Quelle: dpa
Krisu der Feuerdrache schrieb:
am 28. Oktober 2011 um 19:47:02
(2)
(0)
Wo kommt all das ganze Wasser her?
In Chemieunterricht habe ich gelernt, wenn man (Kohlenwasserstoffe) Erdgas,Benzin,Öl oder Kohle
verbrennt,dann 1.Co2 ensteht(bewirkt Treibhauseffekt und somit Pole-schmelzen) und 2. Sich aus dem enthaltenen Gas Wasserstoff durch die Verbrennung mit Sauerstoff dann Wasser bildet.
Also je mehr Fossile Brennstoffe Verbrannt werden desto mehr Wasser bildet sich auf dem Planet.
Mann kann das theoret. auch umkehren, nähmlich wenn man Pflanzen anbaut u.Biomasse konserviert,bleibt Wasserstoff Festform
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