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Blizzard: Die halben USA liegen unter Schnee

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Blizzard: Die halben USA liegen unter Schnee

04.02.2011, 13:27 Uhr

Die Hälfte der Vereinigten Staaten liegt unter Schnee begraben - besonders schwer ist der Nordosten betroffen (Foto: ESA)

Die Hälfte der Vereinigten Staaten liegt unter Schnee begraben - besonders schwer ist der Nordosten betroffen (Foto: ESA)

Einer der gewaltigsten Winterstürme der letzten Jahrzehnte hat die halbe Fläche der USA unter einer dicken Schnee- und Eisdecke begraben. Vielerorts herrschte Rekord-Kälte, Schneewehen türmten sich meterhoch auf. Mindestens zwölf Menschen kamen infolge der Kälte ums Leben. Der Flug- und Straßenverkehr kam streckenweise zum Erliegen, die Zahl der seit Wochenbeginn abgesagten Flüge stieg auf 13.000. Hunderttausende Haushalte waren ohne Strom.

Nachdem der Blizzard zuletzt in den Neuengland-Staaten der USA sein Unwesen getrieben hat, zog er am Donnerstag in den Osten Kanadas weiter. Auch nach seinem Abzug herrschten in großen Teilen der Vereinigten Staaten Rekord-Minustemperaturen.

Selbst im tiefen Süden, von Texas bis Alabama, zeigte das Thermometer bis zu minus 32 Grad Celsius an. Die Region müsse sich weiter auf Schnee, Eisregen und Glätte einstellen, warnten Meteorologen.

Autos auf Schnellstraße in Chicago eingeschneit

Rund die Hälfte des Landes liegt unter einer dicken Schneedecke begraben. Im Norden kam bis zu einem Meter herunter. (Foto: Meteomedia) Rund die Hälfte des Landes liegt unter einer dicken Schneedecke begraben. Im Norden kam bis zu einem Meter herunter. (Foto: Meteomedia)Am härtesten hatte der Wintersturm die Millionenmetropole Chicago getroffen. Hier war in kürzester Zeit mehr als ein halber Meter Schnee gefallen, die dritthöchste Menge, die dort seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen wurde. Zeitweise peitschten eiskalte Winde mit einem Tempo von knapp 80 Kilometern pro Stunde durch die Straßen. Autofahrer steckten bis zu 15 Stunden lang im Stau. Die Schnellstraße Lake Shore Drive blieb gesperrt, nachdem hunderte Autofahrer ihre Fahrzeuge dort zurückgelassen hatten. Die Schneemassen reichten bis zu den Windschutzscheiben. Alle Schulen in der Stadt blieben am Mittwoch und Donnerstag erstmals seit zwölf Jahren wegen eines Unwetters geschlossen.

Nachrichten
Minus 45 Grad, Schneemassen und Eis

Über weite Teile der USA ist ein Schneesturm mit hohen Windgeschwindigkeiten und Rekord-Minusgraden hinweggezogen. zum Video

Menschen sterben bei Unfällen und beim Schneeschippen

Nach amerikanischen Medienberichten kamen in dem Schneechaos mindestens zwölf Menschen ums Leben. Allein in Chicago starben am Mittwoch sieben Menschen bei Verkehrsunfällen oder durch Herzinfarkte beim Schneeschippen, wie die "Chicago Tribune" berichtete. In der Stadt Milwaukee (Wisconsin) zählten die Behörden drei Blizzard-Opfer. Wegen der frühzeitigen, massiven Warnungen vor dem Sturm sei die Opferzahl aber geringer als bei vergleichbaren Schneekatastrophen.

Hausdächer brechen unter Last ein

Insgesamt beeinträchtigte das Unwetter das öffentliche Leben in 30 Staaten, hieß es. In Oklahoma konnte erstmals seit 106 Jahren eine bedeutende Tageszeitung nicht ausgeliefert werden. Tausende Geschäfte blieben geschlossen. Vor allem im Nordosten des Landes brachen zahlreiche Hausdächer unter den Schnee- und Eismassen zusammen. In Connecticut krachte ein Geschäftsgebäude ein. US-Präsident Barack Obama ließ sich von der Heimat- und der Katastrophenschutzbehörde über die Lage unterrichten.

Verkehrslage entspannt sich nur langsam

Bis im Luftverkehr wieder Normalität einkehrt, wird es Experten zufolge noch Tage dauern. Am Boden entspannte sich Situation dagegen mittlerweile etwas. Nach tagelangem Stillstand rollten am Donnerstag wieder Züge aus den Bahnhöfen.

Ursache des heftigen Winterwetters war der Zusammenprall kalter Luftmassen aus Kanada mit warmer, feuchter Luft aus dem Süden. Ungewöhnlich waren allerdings Umfang und Stärke des Wintersturms. "Einen Sturm, der einen breiten Streifen von 50 Zentimetern Schnee produziert, sehen wir vielleicht alle 50 Jahre", sagte der Meteorologe Thomas Spriggs vom nationalen Wetterdienst.

Quelle: dpa, dapd, wetter.info


Quelle: dpa , dapd

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Kommentare (84)

zum Forum

Thema: "Blizzard: Die halben USA liegen unter Schnee"

Curt schrieb: am 4. Februar 2011 um 21:24:33
(0) (0) Allgäuer
Also, 1956 plus 49 Jahre sind= 2005; jetzt haben wir 2011, also hast Du diesen harten Winter mit Sicherheit nicht miterlebt, aber
die Tendenz stimmt: Es war wirklich schweinekalt damals und kein Vergleich zu heute; unsere Waschlappen mit i-pot von heute würden nur heulen und Zähneklappern, wenn sie damals gelebt hätten (besser: überlebt hätten). Grüße vom Eisundfrostonkel.
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Kalter Winter, die Deutschen sind arrogant schrieb: am 4. Februar 2011 um 20:47:30
(0) (0) Allgäu, selber miterlebt
Ich 49 Jahre erlebte damals einen kalten Winter.Einmal Sturm, keinen Strom mehr. Auf dem Land, wo ich aufwuchs, gab
es keine Probleme.Aber in der Stadt. Heutzutage würden junge Leute bis zu meinem jetigen Alter durchdrehen.Kein Handy würde mehr funktionieren.Die Wohnungen kühlen langsam ab,sie könnten niemandem vorjammern.Dann würden die Heizungsrohre platzen.Hört man nicht, aber es wird nochmal 10 Grad kälter.Dann Resignation, kein Elternteil hat mit Ihnen jemasl ein Lagerfeuer gemacht.
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Eberhard schrieb: am 4. Februar 2011 um 20:32:39
(0) (0) Klimakatastrophe
Daran ist Bush Schuld und die Kälte kommt nur durch die extreme Hitze und alles macht der Mensch. Das wird aber besser wenn
wir Ablasshandel mit Emmisionen bezahlen und Co2 Steuer den grünen für Betreuungsplätze in die Hand drücken. Ich wohnme in den USA und kann das deutsche Geschrei nicht mehr hören. Deutsche Gehirnwäsche --- einmalig in der Welt. Zahlt weiter Steuern und Abgaben. Wer glaubt das wir Menschen in der Lage sind Klimadaten zu verändern, denkt nicht weiter .
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