28.07.2010, 11:21 Uhr
Sonnenbad am Kemnader See in Witten: Am Samstag gibt der Hochsommer in Deutschland ein kurzes Gastspiel (Foto: ddp)
Wochenendausflügler und Gartenfreunde aufgepasst! Am Freitag gibt es in der Osthälfte die Vorboten eines kurzen Sommer-Intermezzos in Deutschland: "Samstag erwartet die meisten Menschen fast überall sogar ein hochsommerlicher Tag mit viel Sonnenschein", prophezeit Thomas Globig vom Wetterdienst Meteomedia im Gespräch mit wetter.info. Doch leider ist das Vergnügen nur von kurzer Dauer: Am Sonntag ziehen von Westen neue Tiefausläufer rein und sorgen für viele Schauer und kräftige Gewitter. Zu Beginn der neuen Wetterwoche könnte es sogar heftige Unwetter geben.
Bereits am Freitag darf sich der Osten über meist sehr freundliches Wetter freuen: In Berlin und Brandenburg geht die Schauerneigung immer weiter zurück, und es bleibt meist trocken. "Die Temperaturen erreichen örtlich sommerliche 25 Grad", sagte Meteorologe Globig.
Im großen Rest des Landes ist es am Freitag noch ziemlich durchwachsen. Über den Alpen liegt dann ein Tiefausläufer und beschert Bayern und Baden-Württemberg einige kräftige Schauer. Aber auch an den Küsten im Norden werden Wattwanderer und Deichläufer hin und wieder nass. "Das wird am Freitag noch nicht der große Wurf", sagte Globig. Auch die Temperaturen bewegen sich mit 18 bis 23 Grad nur im verhalten warmen Bereich.
Am Samstag findet der Hochsommer dann doch eine Lücke zwischen den Tiefdruckgebieten über Mitteleuropa: Vorübergehend dreht der Wind auf Südwest und pustet heiße Luft aus Spanien nach Deutschland. "Verbreitet klettert das Quecksilber auf 25 bis 27 Grad, örtlich auch auf 28 Grad", kündigte Globig an. Dazu scheint meist stundenlang die Sonne, und es herrschen die allerbesten Ausflugsbedingungen.
Einige wenige Makel gibt es aber doch: Ein Tief über Schottland lässt auch am Samstag den Nordwesten nicht in Ruhe. "In der Nordseeregion muss man das ganze Wochenende mit Schauern rechnen", sagte Globig. Die Temperaturen kommen dort kaum über 22 Grad hinaus.
Am Sonntag ist es mit dem Hochsommer-Intermezzo schon wieder vorbei: Im Tagesverlauf nähert sich von Frankreich und den Benelux-Ländern eine Schauer- und Gewitterfront. Vom Oberrhein bis zur Nordsee ist es dann ziemlich ungemütlich. "Möglicherweise sind die Gewitter auch unwetterartig verstärkt", so Globig. Außerdem wird die Luft dort drückend schwül bei etwa 25 Grad, im Süden sogar bei heißen 30 Grad.
Glück hat am Sonntag noch ein Teil der Osthälfte: Bis hier kommen Blitz, Donner und Regengüsse vermutlich nicht voran, und die Höchstwerte steigen wie im Süden Deutschlands auf bis zu 30 Grad.
In der Nacht zum Montag und am Tage könnte es heftige Gewitter oder gar Unwetter geben, und die heiße Luft wird dann auch aus den meisten Gebieten im Osten ausgeräumt. Die Temperaturen pendeln sich voraussichtlich zwischen 19 bis 24 Grad ein.
Auch in dem Rest der Woche setzt sich das wechselhafte Schauer- und Gewitterwetter erst mal fort, so Globig: "Es wird aber auch freundliche Ecken in Deutschland geben, in denen es mehrere Tage trocken bleibt", beruhigte der Wetterexperte. "Wo die sind, kann aber noch niemand sagen".
Quelle: wetter.info, rf
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