15.02.2012, 09:12 Uhr | Meteomedia AG
Vor allem im Süden kann der Schnee noch etwas liegen bleiben - ansonsten taut es zunehmend (Quelle: dpa)
Zwischen dem kräftigen und stabilen Hochdruckgebiet westlich von Irland und einem von Skandinavien nach Polen ziehenden Tief verstärken sich die Luftdruckgegensätze und es wird entsprechend windig bis stürmisch. Im Norden machen sich föhnartige Effekte vom norwegischen Gebirge bemerkbar.
Heute zieht kräftiger Schneefall über den Süden in die Alpen. Bei kräftigem Nordwestwind besteht die Gefahr von Schneeverwehungen. In den Alpen kommen 30 bis 50 cm Neuschnee zusammen. Im Bergland und an den Küsten gibt es zum Teil Sturmböen, auf einigen Berggipfeln sogar orkanartige Böen und vereinzelt auch mal kurz über 120 km/h. Im Norden setzt sich verbreitet heiteres oder sonniges Wetter durch, besonders im zentralen Schleswig-Holstein ist es anhaltend sonnig.
Von Rheinland-Pfalz bis zur Donau regnet oder schneit es am Nachmittag noch leicht, die Schneefallgrenze pendelt sich meist zwischen 200 und 600 Meter (Ost nach West ansteigend) ein. Im Emsland kann es ab und zu ein paar Schauer geben und in Nähe zu Polen bleibt auch am Nachmittag ein Schauerrisiko bestehen. In höheren Lagen der Mittelgebirge und am Alpenrand erreichen die Temperaturen meist minus zwei bis null Grad, am Niederrhein sowie zwischen Flensburg und Hamburg sechs Grad.
In der Nacht lässt der Schneefall am Alpenrand und im Schwarzwald nach, klingt aber nicht ganz ab. Ein paar Schneeschauer kann es auch in den sächsischen und ostbayerischen Mittelgebirgen geben. Von Westfalen und Hessen bis nach Franken und ins nördliche Württemberg klingt verbliebener Regen oder Schnee ab. Ausgangs der Nacht kann in Nähe zu Luxemburg und Lothringen neuer Regen einsetzen. Von Schleswig-Holstein bis nach Sachsen-Anhalt ist es meist sternenklar. Die Temperaturen gehen in der Osthälfte auf minus zwei bis minus acht Grad zurück. Am Niederrhein und auf den ostfriesischen Inseln liegen die Tiefstwerte um plus zwei Grad. Der nordwestliche Wind lässt nach.
Am Donnerstag klingt letzter Schneefall in der Oberlausitz und im Osterzgebirge sowie am Alpenrand ab. Westlich des Rheins kommt bereits in den den Morgenstunden oder am Vormittag leichter Regen auf. Im Norden trüb es sich nach heiterem Beginn ein und am Nachmittag regnet oder nieselt es auch hier gebietsweise etwas. Im Osten bleibt es trocken und es scheint zeitweise die Sonne. Bei nur noch schwachem westlichen Wind liegen die Höchstwerte in der Oberlausitz und am Alpenrand zwischen minus zwei und null Grad, während im Rhein- und Emsland fünf bis sieben Grad erreicht werden.
Am Freitag im äußersten Südwesten und im Ostseeumfeld meist trocken, sonst meist dicht bewölkt und zeitweise leichter Regen. Auf 500 bis 1000 Meter steigende Schneefallgrenze. In den östlichen Mittelgebirgen örtlich noch um null Grad, an der Donau um zwei, am Niederrhein bis acht Grad. Am Samstag im Süden einige Auflockerungen, sonst verbreitet bewölkt mit leichtem Regen. Schneefallgrenze bei mehr als 1000 Meter. Drei Grad an der Donau, neun Grad im Rheinland. Teils stürmisch. Sonntag bei zurückgehenden Temperaturen wechselhaft mit Schauern, zum Teil mischt sich auch im Flachland Schnee oder Graupel dazu.
Quelle: meteomedia ag
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