10.08.2011, 14:36 Uhr
Die Dürre umfasst weite Teile von Kenia, Äthiopien, Dschibuti und Somalia (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)
Für die katastrophale Dürre in Ostafrika ist vermutlich das Klimaphänomen "La Niña" verantwortlich. Klimaforscher haben herausgefunden, dass "La Niña" schon seit 20.000 Jahren den Wechsel von feuchten und trockenen Jahren in der Region bestimmt.
Hinweise auf den Einfluss des Klimaphänomens fand eine internationale Forschergruppe in den Sedimenten des Lake Challa, einem Kratersee in der Nähe des Kilimandscharo. Der Schlamm am Grund dieses Sees setzt sich aus verschieden gefärbten Schichten zusammen, einer hellen und einer dunklen Schicht. Die hellen Schichten bestehen aus den Schalen von Kieselalgen, diese Mikroorganismen gedeihen vor allem während der Trockenzeit. Fällt die helle Schicht in einem Jahr besonders dick aus, hängt das mit trockeneren Bedingungen zusammen.
Die Klimaforscher verglichen die Sedimentschichten mit den Wetterdaten aus den vergangenen 150 Jahren. Dabei zeigte sich, dass in La-Niña-Jahren die helle Schicht besonders dick ausfiel. Daraus schließen die Wissenschaftler, dass dieses weltweite Klimaphänomen auch die Trockenzeit in Ostafrika beeinflusst.
Das Forscherteam konnte außerdem feststellen, dass die Dicke der Schichten innerhalb eines Jahres in vergangenen Warmzeiten stärker variierte als in kühleren Perioden. Ein wärmeres Klima bewirkt also extremere Wetterschwankungen: Trockenzeiten werden trockener, Regenzeiten bringen mehr Regen. Mit einer weiteren Klimaerwärmung würden die Wetterextreme also auch in Ostafrika weiter zunehmen.
Situation in Somalia wird immer dramatischer. Nach Wochen der Dürre regnet es nun viel zu heftig. zum Video
"La Niña" tritt etwa alle zwei bis sieben Jahre auf, das Klimaphänomen entsteht im Pazifik. In La-Niña-Jahren fallen Passatwinde besonders stark aus, die warmes Oberflächenwasser Richtung Westen drücken. Dadurch kann vor der Küste Südamerikas und im Zentralpazifik besonders viel kaltes Wasser aus der Tiefe nach oben steigen. Die Folge sind heftige Regenfälle im Ostpazifik und Trockenheit in anderen Regionen. Zuletzt dauerte das Phänomen vom Juni 2010 bis zum Mai 2011 an, auch die heftigen Überschwemmungen in Australien Anfang des Jahres waren eine Folge von "La Niña".
Quelle: wetter.info, mj
humperl++# schrieb:
am 20. August 2011 um 13:56:30
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La Nina Klima
Wenn ihr einen Klimawandel haben wollt müßt ihr die Sonne ausknipsen es gibt keinen Klimawandel
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