12.01.2011, 17:22 Uhr
In Wertheim am Main steigt das Hochwasser stärker als in den Prognosen vorhergesagt (Foto: dapd)
Die Lage in den Hochwassergebieten in Deutschland ist immer noch angespannt. Im baden-württembergischenWertheim hat das Hochwasser seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Am Mittwochmittag betrug der Pegelstand des Mains 5,80 Meter. Der Marktplatz stand damit rund 80 Zentimeter unter Wasser.
Sorge bereitete den Einsatzkräften, dass neue Regenfälle angekündigt sind. Die Einsatzleitung rechnete daher mit einer Stagnation oder nur einem leichten Rückgang des Wasserstands am Donnerstag. Die Stadtverwaltung ging von einem Millionenschaden aus.
Bereits am Montagabend und am Dienstag war Wasser in die historische Altstadt eingedrungen. In der 24.000 Einwohner zählenden Stadt ganz im Norden Baden-Württembergs herrschte in der Nacht trotz der zunehmenden Überschwemmung relative Ruhe. Rund 450 Häuser mit etwa 1000 Bewohnern sind betroffen. 70 Einsatzkräfte leisteten Hilfe. Die betroffenen Anlieger hätten einen Pendelverkehr aus neun Booten vor allem tagsüber genutzt, teilte die Einsatzleitung mit.
In Frankfurt am Main errichtete die Feuerwehr in der Nacht zum Mittwoch am Mainufer Sandsäcke gegen das immer weiter steigende Hochwasser. Auf Höhe des Römerbergs und des Eisernen Stegs sowie in Oberrad sollen rund 200 Tonnen Sand die Wassermassen aufhalten, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Die Scheitelwelle des Hochwassers soll bereits in der Nacht zu Donnerstag erreicht werden. Uferstraßen des Mains in der Nähe des Römerbergs sind bereits überschwemmt.
Am Rhein bei Koblenz wird zum Wochenende ein neues Hochwasser erwartet. Die Koblenzer rechnen mit einem Pegelstand von 7,50 Meter, wie die Feuerwehr mitteilte. Damit wären einige Teile der Stadt am Zusammenfluss von Rhein und Mosel erneut unter Wasser. Vorerst wurde nach tagelangen Sperrungen wegen des Hochwassers die Schifffahrt auf dem Rhein aber wieder freigegeben.
Kein einheitliches Bild gibt es an der Oder: Nach dem Erfolg der Eisbrecher sank der Pegelstand bei Hohensaaten-Finow in Brandenburg in der Nacht zum Mittwoch weiter deutlich. Die Lage an der Schwarzen Elster bleibt derweil kritisch: Ihr Pegel erreichte in Herzberg (Landkreis Elbe-Elster) den Richtwert der höchsten Alarmstufe 4. An der Spree entspannte sich die Lage hingegen. An der Elbe wird wiederum mit leicht steigendem Wasser gerechnet.
Auch in Sachsen-Anhalt rückte die ersehnte Entwarnung nicht näher. Die Hochwasserwelle laufe zwar ab, sagte Peter Hasdorf von der Landeshochwasserzentrale am Morgen. Angesichts der Vorhersage mit Tauwetter und Regen könne es aber noch einmal kritisch werden.
Weiterhin Probleme macht die Saale in Halle: In Trotha war der Wasserstand in der Nacht zum Mittwoch noch einmal um zehn Zentimeter auf 6,67 Meter gestiegen. Am Dienstag hatten wegen des Saale-Hochwassers 34 Bewohner eines Pflegeheims in Halle in Sicherheit gebracht werden müssen. Die Senioren seien in andere Heime gebracht worden. Auch eine Wohnanlage in Nachbarschaft des Pflegeheims ist vom Wasser eingeschlossen. Neben der Saale gilt auch für die Weiße Elster am Pegel Oberthau (Landkreis Merseburg-Querfurt) weiter die höchste Alarmstufe 4.
Quelle: dapd , dpa
Tauberaner schrieb:
am 12. Januar 2011 um 18:25:23
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Hochwasser in Wertheim
Tauber Hochwasser + Main Hochwasser = Wertheim säuft ab. War schon immer so und wird auch immer so sein, ob nun "Klimakatastrophe" oder nicht!
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Franz schrieb:
am 12. Januar 2011 um 18:21:00
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Wertheim
Tauber Hochwasser + Main Hochwasser = Wertheim säuft ab. War immer so und wird immer so bleiben, on nun "Klimakatastrophe" oder nicht!
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Wasserratte schrieb:
am 12. Januar 2011 um 13:39:03
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Überschwemmungen
Warum werden denn auch immer Flächen bebaut, von denen man weiß, dass das Probleme mit sich bringen kann? Häuslesbauer
bezahlen einen Haufen Geld für´s Eigentum, anschließend bezahlen wie noch einmal - für den immensen Wasserschaden. Und komm mir bloß noch mal einer mit Klimaveränderung!! Bekommen wir nun die Eiszeit oder sollen hier tatsächlich Elefanten leben können? Diese andauernden Widersprüche sind nur eine permanente Ausrede der "Großen". Deren Wirtschaft soll florieren, nicht unsere...
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