09.01.2011, 17:12 Uhr
Altstadt unter Wasser: In Zell an der Mosel steigen die Pegel (Foto: dapd) (Quelle: dapd)
Kühl und trocken startet die neue Woche, doch von einer Entspannung in den Hochwassergebiete kann keine Rede sein. Ab Dienstag wird es zwar milder, doch neuer Regen ist im Anmarsch. Andreas Wagner von der Meteomedia Unwetterzentrale warnt: "Dann könnte sich die Lage in den Hochwassergebieten noch einmal drastisch verschlimmern."
Einen ersten Höhepunkt für die Pegelstände sieht Wagner am Montag. Dann kommt das Wasser aus den kleineren Flüssen im Rhein bei Köln an. Ab 8,30 Meter wird dort die Schifffahrt eingestellt - "zum Wochenbeginn kann diese Marke schon geknackt werden", so der Meteorologe.
Ansonsten startet die neue Woche mit zwei bis fünf Grad kühl. In den Mittelgebirgen kann es wieder Frost geben und schon in der Nacht zum Montag können im Norden die Straßen wieder gefährlich glatt werden.
Allerdings sind neue, meist nur leichte, Schneefälle lediglich vom Bodensee und dem Alpenrand bis nach Niederbayern möglich. Unterhalb von etwa 400 Meter kann zeitweise auch Schneeregen oder Regen fallen.
Die Pegel deutscher Flüsse steigen. In Köln jedoch ist man gut vorbereitet. zum Video
Im äußersten Westen stellt sich am Dienstag bereits in den Morgen- und Vormittagsstunden neuer, teils kräftiger Regen ein. Bis zum Abend überdecken dann die Regenfälle die gesamte Südwesthälfte, nur im Nordosten dürfte es noch weitgehend trocken bleiben.
Dabei fällt anfangs bis in die Niederungen Schnee, "dieser geht bei Temperaturen bis zu acht Grad bis in die Gipfellagen der Mittelgebirge rasch in Regen über", so Wagner. In der Osthälfte bleibt es wohl trocken - nach einer frostigen Nacht kann es dort allerdings glatt sein.
Schlechte Aussichten für die hochwassergeplagten Gebiete gibt es am Mittwoch. Dann regnet es in ganz Deutschland kräftig und lang anhaltend. "Dazu wird es mit Temperaturen über zehn Grad wieder sehr mild für diese Jahreszeit", sagt Wagner. Verbreitet wird es windig, in den Mittelgebirgen sind Sturmböen möglich.
Und auch am Donnerstag erwartet der Meteorologe besonders wieder für die Mitte und den Südwesten länger anhaltenden und gebietsweise auch ergiebigen Regen. "Dies würde dann wieder zu einer Verschärfung der Hochwassersituation führen", so Wagner.
In der Nordhälfte ist es weitgehend trocken und kühl, im Süden feucht und sehr mild. "Eine Rückkehr von winterlichem Wetter mit Eis und Schnee ist derzeit nicht in Sicht", so Wagner.
Quelle: wetter.info
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