18.01.2011, 15:25 Uhr
Zur Imbissbude mit dem Ruderboot: In Rathen in Sachsen führt das Elbe-Hochwasser zu chaotischen Verhältnissen (Foto: dapd)
Die Lage in den Hochwassergebieten ist teilweise immer noch kritisch. So erwarten die Feuerwehren in Hessen eine neue Hochwasserwelle des Mains in der Nacht zum Mittwoch. Dann könnten die Pegel in Frankfurt knapp fünf Meter anzeigen - für diese Höhe hatte die Feuerwehr schon in der vergangenen Woche künstliche Dämme an der Altstadt aufgebaut.
Am Osthafen wurden am Morgen laut Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes 4,74 Meter gemessen. Ein Sprecher in Hanau berichtete ebenfalls von steigenden Pegelständen. "Sowohl die Kinzig als auch der Main werden weiterhin voller." Diese zweite Hochwasserwelle war bereits prognostiziert worden. Größere Probleme wegen des Hochwassers habe es in beiden Städten zunächst nicht gegeben.
In Wertheim in Baden-Württemberg und in Manschnow in Brandenburg leiden die Menschen weiter unter hohen Pegelständen. zum Video
Für die Elbe bei Barby in Sachsen-Anhalt wurde die höchste Alarmstufe 4 ausgerufen. Ursache waren vor allem die aus Tschechien heranströmenden Wassermassen. Auch für die Saale in Halle und andere Flüsse des Landes galt weiter die Stufe 4. In Brandenburg wird für die nächsten Tage ebenfalls mit der höchsten Alarmstufe an der Elbe gerechnet. Bei Alarmstufe 4 droht die Überflutung größerer bewohnter Flächen, auch Menschen sind gefährdet.
Im niedersächsischen Landkreis Lüneburg soll wohl Katastrophenalarm ausgelöst werden, voraussichtlich aber erst am Donnerstag, sagte eine Kreissprecherin. "Wir erwarten aber, dass die Deiche halten." Zunächst hatte es geheißen, die höchste Hochwasserwarnstufe vier sollte bereits ab Mittwoch gelten. Die Lage an der Elbe sei aber etwas entspannter als angenommen, hieß es.
"Überall geht es kontinuierlich abwärts", hieß es dagegen beim Hochwassermeldezentrum für den Rhein in Rheinland-Pfalz. Kommende Woche solle sich die Lage normalisieren. Auch die Pegelstände der Donau in Bayern und des Mains in und oberhalb von Würzburg sanken.
Aus der Altstadt von Wertheim in Baden-Württemberg zog sich das Hochwasser weiter zurück. "Die Leute sind erschöpft, aber sie sehen das Ende", sagte eine Sprecherin der Stadt an der Mündung der Tauber in den Main. Am Donnerstag soll die Altstadt wieder flutfrei sein.
In den nächsten Tagen soll es immer wieder regnen oder schneien. Große Mengen kommen dabei aber laut Vorhersage nicht zusammen, so dass die Hochwasserlage sich an den meisten Orten nicht wieder verschärfen dürfte.
Unterdessen wurde bekannt, dass das Hochwasser weitere Menschenleben gekostet hat. Ein Jogger fand im baden-württembergischen Waiblingen die Leiche eines 46-Jährigen in der Rems. Der Mann war zehn Tage zuvor in den Fluss gestürzt und mitgerissen worden, teilte die Polizei mit. Die Suche mit 150 Rettungskräften war ohne Erfolg geblieben.
Bei dem 46-Jährigen handele es sich um einen Obdachlosen aus einem Nachbarort. Ein 18-Jähriger hatte am 8. Januar Hilfeschreie gehört und war sofort ins Wasser gesprungen. Er konnte den Vorbeitreibenden aber nicht erreichen. Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz und Lebensrettungsgesellschaft nahmen sofort mit Booten die Suche auf. Bereits vor einem Monat war in Freiburg ein Mann bei Hochwasser in die Dreisam gefallen und konnte nicht mehr gerettet werden. Vor knapp zwei Wochen wurde dann ein 50 Jahre alter Kajakfahrer tot aus der Enz bei Pforzheim gezogen.
Quelle: dapd , dpa
Martha schrieb:
am 18. Januar 2011 um 21:56:46
(0)
(0)
Am Wasser
Das ist ja alles sehr traurig. Nur, muß man eigentlich unbedingt so nah am Wasser bauen, daß es bei starken Regenfällen gleich
zu Überschwemmungen kommt? In so eine Gegend würde ich auf keinen Fall mein Haus bauen....
mehr
Kommentar melden
2003 selbst betroffen schrieb:
am 18. Januar 2011 um 20:34:06
(0)
(0)
Aber nur Grundwasser
Mein Beileid für alle diese Menschen.Ich hatte nur Grundwasser im Keller, viel Schulden auf dem Haus und jedesmal wenn
es länger wie 2 Tage regnet bekomme ich Zukunftsangst.Eigentum verpflichtet, in einer Mietwohnung könnte ich jetzt besser schlafen.
mehr
Kommentar melden
Rolf schrieb:
am 18. Januar 2011 um 20:08:34
(1)
(0)
Hochwasserschutz ist Aufgabe unserer gewählten Politiker !
Hallo K. M. wenn Du am 18. Januar 2011 um 13:55:11 zu den Aussagen
von
@Neunmalklug 12:12 Stellung nimmst, dann soltest Du erst einmal etwas nachdenken, denn dann müstes Du wissen, dass es nicht irgend eine nur Formal benannte Landes- oder Bundesregierung ist die für die Bebauung in Flussnähe verantwortlich ist, sondern unsere immer wieder von Tuten und Blasen keine fachliche Ahnung habenden gewälten politischen Marionetten von unseren großen Parteien sind die nur auf Ihre hohe Pension warten.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Spezialkollektion für jede Kör-
perform: perfekt für Business und Freizeit. zum XXL-Special
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Wetter DänemarkWetter FrankreichWetter GriechenlandWetter HollandWetter KroatienWetter ÖsterreichWetter SchweizWetter NorwegenWetter SpanienWetter TürkeiWetter ItalienWetter PortugalWetter GroßbritannienWetter AustralienWetter USAWetter BerlinWetter DresdenWetter DüsseldorfWetter HamburgWetter KölnWetter LeipzigWetter MünchenWetter NürnbergWetter StuttgartWetter DortmundWetter BremenWetter DarmstadtWetter Frankfurt (Main)Wetter HannoverWetter Karlsruhe