08.02.2012, 07:50 Uhr
Der strenge Frost hat die Drachenschlucht bei Eisenach in eine eisige Winterlandschaft verwandelt. (Quelle: dpa)
"Der Höhepunkt der Kältewelle in Deutschland ist überschritten", sagte Andreas Wagner von der Meteomedia Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info. Vor allem im Norden zeigt sich der Winter etwas weniger aggressiv. Dennoch: Dauerfrost ist mit wenigen Ausnahmen weiterhin überall angesagt - und in der Südosthälfte bleibt es auch bis in die neue Woche nahezu unverändert frostig.
Am Mittwoch schwächt sich der Frost tagsüber insgesamt zunächst etwas ab. Vielfach ist es dabei sonnig oder nur leicht bewölkt und trocken.
Allerdings weht vor allem in den südlichen Mittelgebirgen weiterhin ein eisiger, böiger Wind aus Nordost, der die gefühlten Temperaturen kaum steigen lässt.
Nachts ist verbreitet weiter strenger Nachtfrost angesagt. Nur dort, wo ein paar mehr Wolken am Himmel hängen, werden zweistellige Minuswerte nicht mehr erreicht.
Ein Küstenkanal bei Oldenburg wurde zunächst zur Falle. Unterstützt von der Feuerwehr konnte sich das Tier schließlich selbst befreien. zum Video
Doch schon am Donnerstag erreicht uns ein neuer Kaltlufttropfen aus Finnland, und die Temperaturen gehen wieder ein Stück zurück. Mit von der Partie ist feuchtere Luft. "Auch in Gebieten, die derzeit ganz ohne Schnee auskommen mussten, wird es dann etwas weiß", sagte Wagner.
Vor allem im Nordosten und in der Mitte fallen dann ein paar Flocken. "Mehr als drei oder vier Zentimeter kommen aber nicht zusammen", sagte der Meteorologe. Zudem erwartet der Wetterexperte ganz trockenen Pulverschnee, den der Wind vielerorts rasch von den Straßen wehen wird.
Bis mindestens Samstag fließt weiter sehr kalte Luft aus Nordosten zu uns. Am Sonntag aber pumpt ein Hoch über dem Nordatlantik mildere und feuchte Meeresluft nach Deutschland.
Im Nordwesten könnten Sprühregen und Schneeregenfälle auf den tiefgefrorenen Boden für gefährliche Straßenglätte sorgen. "Ob das tatsächlich so kommt, ist aber noch unsicher", sagte Wagner.
Sicher scheint dagegen, dass in der milderen Seeluft die Temperaturen im Nordwesten auch mal leicht in den Plusbereich geraten werden. Zu Beginn der kommenden Woche deutet sich aber schon wieder kältere Luft an.
Keine Aussicht auf wärmere Füße gibt es dagegen in der gesamten Südosthälfte Deutschlands: Dort knackt es weiterhin in strengem oder sehr strengem Nachtfrost - und auch tagsüber steigen die Temperaturen nur wenig. "Die Macht des Winters ist auch in der kommenden Woche ungebrochen", sagte Wagner.
Quelle: dpa , AFP , wetter.info , rf
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