23.02.2012, 11:56 Uhr
Eine drastische Minderung der CO2-Emmissionen könnte helfen, das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen (Quelle: Reuters)
Das Zwei-Grad-Ziel könnte noch erreicht werden - Voraussetzung dafür wäre allerdings eine umgehende und drastische Minderung der Kohlendioxidemissionen. Das haben Wissenschaftler am Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M) und am Deutschen Klimarechenzentrum (DKRZ) mit einem neuen Klimamodell berechnet, dass auch den komplexen Kohlenstoffkreislauf und die Vegetationsdynamik in die Klimaprojektionen für das 21. Jahrhundert integriert.
Die Simulationen zeigen im Falle einer weiter ansteigenden CO2-Konzentration nicht nur einen deutlichen Temperaturanstieg, sondern auch eine erheblich schnellere Versauerung der Ozeane. Besonders betroffen davon sind Tiere, die Kalkschalen bilden. Erstmals wurden neben Langzeitprojektionen auch detaillierte Klimaprognosen für die kommenden zehn Jahre durchgeführt. Die neuen Klimasimulationen sind auf dem Höchstleistungsrechner des DKRZ durchgeführt worden und haben dort etwa ein Viertel der Gesamtkapazität über einen Zeitraum von zwei Jahren beansprucht.
Falls die CO2-Emissionen ungebremst weiter ansteigen, so wie im ungünstigsten Szenario angenommen, erwarten die Wissenschaftler eine Erwärmung um bis zu vier Grad im globalen Mittel bis zum Jahr 2100. Die Folgen wären sehr vielfältig.
"Wir würden weltweit mehr länger anhaltende und auch drastischere Hitzewellen haben", so Jochem Marotzke, Direktor am Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie. "Unsere jetzt gerade fertig gestellten Rechnungen haben gezeigt, dass wir tatsächlich die Erwärmung im Laufe dieses Jahrhunderts auf unter zwei Grad begrenzen können. Allerdings erfordert das eine drastische Minderung in den Kohlendioxidemissionen."
Laut den aktuellen Berechnungen schmilzt das Sommereis der Arktis schneller als bisher vorhergesagt. Durch das Schmelzen der Eisflächen strahlt weniger Sonnenenergie in das Weltall zurück und erwärmt stattdessen zusätzlich den Ozean (Albedo-Effekt). Die Geschwindigkeit des Abschmelzens des Meereises hängt direkt mit der globalen Erwärmung zusammen. "Unsere Berechnungen stimmen jetzt deutlich besser als bisher mit den Beobachtungen des arktischen
Meereises aus den letzten Jahrzehnten überein", erklärt Dr. Johann Jungclaus, Ozean-Experte am Max-Planck-Institut für Meteorologie.
Den Klimawissenschaftlern ist es erstmals gelungen, die nordatlantische Meeresströmung genau vorauszuberechnen. Mit Hilfe von aktuellen Beobachtungsdaten ist es gelungen, einen konsistenten aktuellen Startzustand der Ozeanzirkulation zu bestimmen und in das Ozeanmodell einzubauen. Damit ist es nun möglich, Klimaanomalien für die nächsten fünf bis zehn Jahre vorherzusagen.
"Die aktuellen Berechnungen zeigen, dass der Ozean durch die CO2-Belastung bereits um etwa 30 Prozent saurer gegenüber der Situation vor der Industrialisierung geworden ist. Wissenschaftler bezweifeln, dass viele Organismen sich an diese Änderung schnell genug anpassen können. Das betrifft besonders Kalk bildende Organismen wie Muscheln und Korallen", so Jungclaus.
In den sogenannten Millenniums-Simulationen (Berechnungen über die letzten 800-1000 Jahre) haben die Hamburger Forscher festgestellt, dass der Mensch die CO2-Konzentration in der Atmosphäre bereits seit 1750 durch die Umwandlung von Wäldern in Ackerland beeinflusst hat. Die ersten Spuren des menschlichen Fußabdrucks im Kohlenstoffkreislauf wurden damit lange vor der industriellen Revolution und vor der Nutzung von fossilen Energieträgern wie Öl und Kohle sichtbar.
Um zu verstehen, wie der Mensch das Klima beeinflusst, wurde vor 30 Jahren das Weltklima-Forschungsprogramm durch die WMO (World Meteorological Organization), die Internationale Kommission für Ozeanographie und die Internationale Gemeinschaft von Wissenschaftlichen Vereinigungen gegründet. Ein ganz wesentlicher Teil des Weltklima-Forschungsprogramms beschäftigt sich mit der Klimamodellierung und damit einhergehenden Klimavorhersagen.
Die Ergebnisse der Hamburger Klimamodellrechnungen fließen 2013 in den Fünften Bericht des Weltklimarats (IPCC) ein.
Quelle: wetter.info , uwe
Klimaretter schrieb:
am 12. März 2012 um 12:46:49
(5)
(0)
Klimamacher
Mutti Merkel will das Klima machen, aber das Klima macht mit ihr was es will. Liebe Mutti, die Erderwärmung auf 2 Grad zu
begrenzen, dürfte für Dich und Deine Freunde vom Weltklimarat IPPC ein Klacks sein. Verbietet doch einfach das schreckliche CO 2 - Gift. Basta ! Und um die fürchterlichen Atommeiler unschädlich zu machen, solltet Ihr schlicht und einfach die Atome verbieten. Noch besser, wirksamer: Eine saftige Klimasteuer !
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Hans W schrieb:
am 26. Februar 2012 um 23:08:17
(2)
(1)
Fehler...
Es muß natürlich heissen 0,038 % ! Um genau zu sein 0,0387 % .
und nicht 0,0038 %.
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Hans W schrieb:
am 26. Februar 2012 um 16:57:23
(8)
(1)
Klimaforscher....
Die Meterologen sind nicht imstande eine Wetterprognose für sieben Tage zu machen aber diese "Klimamodelle"
können bis in die ferne Zukunft schauen... Merkwürdig. 0,0038% (Null komma Null Null Drei Acht Prozent !) Co 2 sind in der Atmosphäre ! Von diesen 0,0038% sind wiederum nur 1,2% vom Menschen in die Luft geblasen worden! Dieses Klimakatastrophenzenario ist eine gewalltige Lüge mit einem Hintergrund:Die Wirtschaft anzukurbeln(was gut ist) und den Staaten (allen) Geld in die Kas
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