17.01.2011, 14:05 Uhr
Während die Fluten des Mains in Frankfurt die Hochwasserbarrieren am Römer erreicht haben, blicken die Bürger des bereits überfluteten Main-Städtchens Wertheim sorgenvoll zum Oberlauf des Flusses. Denn für den Moment hat sich die Lage in Wertheim etwas entspannt, aber im Fränkischen, wo der Main entspringt, regnet es bereits kräftig - und im Laufe des Tages soll es dort stundenlang richtig schütten. Dazu kommt Tauwetter.
Die Fluten des Mains plätschern seit dem frühen Donnerstagmorgen an die neu eingesetzten künstlichen Hochwasserbarrieren vor dem Römer in der Innenstadt der Mainmetropole. "Das Wasser steht unmittelbar an den Mauern und staut sich dort bereits wenige Zentimeter", berichtete ein Feuerwehrsprecher am Morgen. Um 5 Uhr verharrte der Pegelstand des Flusses bei 4,68 Metern.
Einige Stunden zuvor, am Mittwochabend, waren es noch zehn Zentimeter weniger gewesen. Zum Stagnieren der Fluten am Morgen sagte der Sprecher: "Wie es weitergeht, können wir noch nicht abschätzen." Die Behörden in der Finanzmetropole erwarten das schwerste Hochwasser der vergangenen Jahre. 2003 hatte der Pegel bei 5,19 Meter gelegen.
Weiter südlich den Fluss hinauf in Wertheim im nördlichsten Zipfel Baden-Württembergs weicht die Flut hingegen mit jeder Stunde weiter aus der Altstadt - aber die Ankündigung von herannahendem Dauerregen bereitet den Behörden Kopfzerbrechen. "Am Oberlauf des Mains regnet es momentan schon", sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Morgen. Auch für die Tauber, die bei Wertheim in den Main fließt, sind kräftige Regenfälle angekündigt.
Treten diese Prognosen ein, könnte der 24.000 Einwohner zählenden Stadt neues Ungemach drohen und die herbeigesehnte Entwarnung noch einmal in weite Ferne rücken. Die Fluten aus Bayern und Baden-Württemberg könnte dann auch Hessen betreffen.
Am Morgen ohne Regen sah in Wertheim jedoch alles vielversprechend aus: Das Wasser sank pro Stunde um etwa zwei Zentimeter. "Wir haben jetzt 5,61 Meter", sagte der Feuerwehrsprecher - 19 Zentimeter unter dem Höchststand vom Mittwoch. Wegen der Regenwarnung wolle aber noch niemand so recht glauben, dass das Schlimmste überstanden sei. Am Mittwoch waren zwei Drittel der historischen Altstadt Wertheims überflutet. Betroffen sind etwa 1000 Menschen und 400 Gebäude.
Quelle: dpa
Wolf 59 schrieb:
am 13. Januar 2011 um 11:18:04
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Hochwasser
Immer weniger natürliche Überflutungsflächen (Polder), durch Bebauung und Nutzung auf vielfältige Weise, verursachen
mittlerweile wohl an jedem Fließgewässer große und öfters Probleme! Früher (mit mehr Polder) konnten dennoch viele Flüsse und Bäche über die Ufer treten, geringere Besiedlungs/Bevölkerungsdichte verringerten das Ausmaß der Schäden!
Meiner Meinung nach sind die Begradigungen der Flüsse und die immensen Bodenversiegelungen die Hauptursachen von zunehmenden Überschwemmungen!
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Lewandowski schrieb:
am 13. Januar 2011 um 11:16:36
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Hochwasser
Alle Schlaumeister, die hier ihre Kommentare abgeben, fahren Auto, Bahn und fliegen in den Urlaub. Wenn ich mir allein gewisse
Orte und Städte in Deutschland anschaue, dann weiß ich doch, woran es liegt. Bodenversiegelung, Flussbegradigungen usw. Das ist doch schon jahrelang bekannt. Dazu CO-2 und Ruspartikel. Aber keiner will auf irgendetwas verzichten. Und wenn wir es tun, dann machen es unsere Freunde und Nachbarn in der Welt (USA und China) noch längst nicht.
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Abgesoffener schrieb:
am 13. Januar 2011 um 11:12:27
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Hochwasser
In den letzten 20 Jahren sind wir mindestens 4 mal bis zu einem Meter Höhe im Haus abgesoffen. Aber wir haben uns immer darauf
vorbereitet und entsprechende Maßnahmen unternommen.
Wenn das Wasser weg geht hat man zwar ein paar Tage richtige Drecksarbeit, aber bisher ist alles wieder gut geworden.
Keine Panik, irgendwann läuft das alles in die Nordsee...
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