02.02.2012, 09:48 Uhr
Eisige Nächte, frostige Tage - auch in den nächsten Tagen herrscht in Deutschland Dauerfrost (Quelle: dapd)
In der vergangenen Nacht erreichte das Thermometer vielerorts neue Tiefstwerte: Bis zu minus 25,2 Grad wurden im westlichen Erzgebirge in Morgenröthe-Rautenkranz gemessen. Eine Änderung der Wetterverhältnisse ist nicht in Sicht. "Die Tendenz zeigt, dass es winterlich kalt bleibt. Mindestens bis zur nächsten Woche", sagt Lars Dahlstrom von der Meteomedia Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info.
Nicht ganz so kalt aber dennoch eisig war es in der Nacht auf Donnerstag am Brocken mit stattlichen minus 19,2 Grad. Und auch in Berlin blieb es mit minus 17,3 Grad in der Nacht frostig. Am "wärmsten" war es auf Sylt und Helgoland: "Hier haben wir Temperaturen von minus 4,9 und minus 4,4 Grad gemessen", so der Meteorologe. Das bedeutet einen Temperaturunterschied von knapp 20 Grad in der Nacht innerhalb von Deutschland.
Auch am Tag halten die eisigen Temperaturen an. "Natürlich wird es mit der Sonne ein bisschen wärmer", erklärt Dahlstrom. "Aber nicht wesentlich." So herrscht in Thüringen, Erzgebirge und im Schwarzwald teilweise strenger Frost, überall stellt sich zumindest Dauerfrost ein. "Am wärmsten wird es wohl noch im Rhein-Main-Gebiet mit minus zwei Grad", so der Meteorologe. "Die Plusgrade werden wir aber nicht erreichen." Verbreitet scheint dabei die Sonne.
An der Ostsee hingegen muss man sich auf lokale heftige Schneeschauer einstellen. "Da können schon mal zehn bis 15 Zentimeter Neuschnee oder mehr runterkommen", kündigt Dahlstrom an. Besonders betroffen sind die dabei die Küstenstreifen. "Durch einen kräftigen Wind kann es damit zu Schneeverwehungen und einer Einschränkung im Straßenverkehr kommen."
In der Nacht auf Freitag fallen dann die Temperaturen verbreitet auf minus zehn bis minus 15 Grad. Nur an der Nordsee kann es ein bisschen "wärmer" werden, denn hier breitet sich eine Wolkendecke aus. Ein kleines Tief zieht am Tag über die Nordsee nach Holland und bringt auch dort leichte Schneefälle mit sich.
In den nächsten Tagen sind keine großen Wetter- oder Temperaturschwankungen zu erwarten. "Nur an den Alpen könnte es nochmal richtig kalt werden", erklärt Dahlstrom. Momentan halten sich die Temperaturen durch eine Wolkendecke noch im mittleren Bereich. "Wenn die Schneefälle aber in der Nacht auf Samstag nachlassen und der Himmel aufklart, können auch in den Alpentälern die Temperaturen deutlich runter gehen und unter minus 20 Grad fallen."
Quelle: wetter.info
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