Kaltfront "Herbert" sorgte für eine steife Brise in Deutschland - nicht nur in Hamburg (Foto: dpa)
"Märzwinter" in Deutschland: Polarluft mit Schnee- und Graupelschauern lässt vorerst keine Frühlingsgefühle aufkommen. "Ein deutlicher Temperaturanstieg zeichnet sich erst für das Wochenende ab", sagte Gustav Puhr vom Wetterdienst Meteomedia.
Schuld ist eine bei den Meteorologen als "Märzwinter" bekannte Wetterlage, die gelegentlich in der zweiten Märzhälfte auftritt: Derzeit liegt Tief "Herbert" über Osteuropa, während sich über dem Nordatlantik ein Hochdruckgebiet gebildet hat. Das Tief dreht sich gegen den Uhrzeigersinn, das Hoch mit dem Uhrzeiger, so dass sich zwischen den beiden Druckgebilden eine kräftige nördliche Luftströmung bilden kann.
Entsprechend zog am Montag stürmischer Wind mit Böen fast in Orkanstärke über weite Teile von Deutschland hinweg. Für den Brocken im Harz galt die höchste Warnstufe - hier sollte der Wind mit 130 bis 140 Kilometern pro Stunde über den Gipfel fegen. Auf den ostfriesischen Inseln, einigen Mittelgebirgen sowie den Alpen wehte stürmischer Wind, der in Böen Geschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunde erreichen konnte. Örtlich gab es Gewitter.
Neben dem stürmischen Wind musste in den Abendstunden von Norden her zusätzlich noch mit kräftigen Schneefällen gerechnet werden, besonders in Sachsen sollte es stark schneien. Die Schneefallgrenze sank auf 300 Meter, im Laufe der Nacht und am frühen Morgen sollte es am Alpenrand sogar Schneefälle bis ins Tal hinab schneien. Dort und im Hochschwarzwald waren zehn bis 30 Zentimeter Neuschnee angekündigt. Durch den stürmischen Wind konnte es besonders in höheren Langen zu massiven Schneeverwehungen kommen.
Neuer Sturm am Mittwoch
Für Dienstag ist eine kurzfristige Wetterberuhigung in Sicht, doch bereits am Mittwochabend kommt ein weiteres Sturmtief mit ähnlicher Zugrichtung nach Deutschland.