05.09.2011, 16:49 Uhr
Die meisten Opfer werden durch Fluten mitgerissen oder unter Schlammlawinen begraben.
Der Taifun "Talas" hat in Japan mindestens 34 Menschen in den Tod gerissen. Mehr als 50 Personen werden derzeit noch vermisst. Der Sturm richtete schwere Schäden in mehreren Landesteilen an: Heftige Regenfälle überfluteten Städte, Erdrutsche begruben Wohnhäuser, Gebäude und Brücken stürzten ein, die Wassermassen zerdrückten Autos. Die Behörden riefen zehntausende Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.
Neben der Polizei und Feuerwehr ist auch das Militär im Einsatz, um Opfer zu bergen und nach Vermissten in den mit am schwersten betroffenen Provinzen Wakayama und Nara zu suchen. Über die Ufer getretene Flüsse, zerstörte Straßen und Erdrutsche erschwerten die Arbeit der Einsatzkräfte. Einige bergige Gebiete waren von der Außenwelt abgeschnitten.
In fast 200.000 Haushalten fiel der Strom aus. 36.000 Telefonleitungen waren zeitweise unterbrochen. Die Zentralregierung in Tokio sagte ihre Unterstützung bei der Suche nach weiteren Opfern und beim Wiederaufbau zu.
Im Verlauf des Montags schwächte sich der Taifun zwar zu einem tropischen Zyklon ab. Die Meteorologische Behörde in Tokio warnte jedoch die Bewohner der nördlichsten Hauptinsel Hokkaido vor heftigen Regenfällen, die noch bis Dienstag weitergehen könnten. Der Taifun war am Wochenende im Westen auf den japanischen Archipel getroffen.
Unterdessen sorgte in den USA der Wirbelsturm "Lee" für heftige Regenfälle. Allein in der Stadt New Orleans fielen mehr als 30 Zentimeter Regen. Der Gouverneur von Louisiana hatte in Erwartung des Sturms den Notstand für seinen Bundesstaat ausgerufen.
Mittlerweile wurde der Sturm nach seinem Eintreffen im US-Bundestaat Louisiana auf ein tropisches Tiefdruckgebiet herabgestuft. Für mehrere Bezirke im benachbarten Bundesstaat Mississippi sprach die nationale Wetterbehörde dennoch Tornadowarnungen aus.
Auch in Teilen von Alabama, Louisiana und Mississippi verursachten heftiger Wind und Überflutungen Schäden. In Galveston im US-Staat Texas ertrank ein Wassersportler, der von der aufgewühlten Brandung aufs Meer hinausgetrieben wurde. Im Staat Mississippi wurde Behördenangaben zufolge ein Mann von einem Blitz getroffen und verletzt.
Hurrikan "Katia" entwickelte sich unterdessen über dem Atlantik zu einem Sturm der Kategorie 2. Meteorologen warnten vor starker Brandung auf den Bermuda-Inseln. Das Zentrum des Sturms befand sich am Sonntagabend rund 590 Kilometer nordöstlich der nördlichen Leeward-Inseln und bewegte sich mit 19 Kilometern pro Stunde in Richtung Nordwesten fort.
Quelle: AFP , dapd , dpa
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