18.01.2012, 08:59 Uhr | rf
Ab Mittwochnachmittag ist Schluss mit dem schönen Sonnenschein: Zuerst überquert die Warmfront eines Sturmtiefs das Land. Mit dabei sind starke Regenfälle und kräftiger Wind. In den Mittelgebirgen und in der gesamten Südosthälfte droht gefährlicher Glatteisregen. Dahinter folgt eine Kaltfront, die für winterliche Straßenverhältnisse bis in tiefere Lagen sorgt. "Ein nachhaltiger Wintereinbruch droht aber nicht", sagte Andreas Wagner von der Meteomedia Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info.
Los geht's am Mittwochnachmittag, wenn die ersten Vorboten der Front hereinziehen. Im Nordwesten weht es stramm aus Südwest, vereinzelt sind auch Sturmböen unterwegs.
Die dichten Wolken bringen starken Regen entlang einer Linie von Schleswig-Holstein über Hessen bis ins Saarland und westlich davon. In der Nacht kommen die Niederschläge bis in den Osten und Süden des Landes voran.
Zwar steigt in der Warmfront die Schneefallgrenze rasch über die höchsten Gipfellagen hinaus - doch der Regen fällt in den Bergen zunächst in sehr kalte Luft und auf gefrorenen Boden. Dort gefrieren die Tropfen sekundenschnell. "Streckenweise besteht extreme Glättegefahr", sagte Wagner. Vor allem im Südosten, wo es zuvor am kältesten war, droht es rutschig zu werden.
Alleine in Niederbayern und am Alpenrand bleibt es den ganzen Mittwoch trocken.
Schon in der Nacht zum Donnerstag erreicht die zweite Front das Land und überquert bis zum Morgen die Nordhälfte. Mit dabei ist sehr kalte Luft, und so sinkt die Schneefallgrenze wieder auf etwa 500 Meter.
Am Donnerstag ist Deutschland zunächst zweitgeteilt: In einen nass-kalten Norden, mit Schneefall in mittleren Lagen - und in einen milden Süden, der vor der Front liegt. Dort regnet es teils heftig.
Vor allem an der Luftmassengrenze erwarten die Meteorologen stürmische Böen, an der Nordsee und im Bergland auch schwere Sturmböen. Im Tagesverlauf erreicht die kalte Luft auch den Süden.
Am Freitag gibt es dann nass-kaltes Schauerwetter für alle. Schnee fällt bis auf 300 Meter, und die Räumdienste bekommen Einiges zu tun. Im Flachland ist es es ein Mix aus Regen, Schneeregen oder Graupelschauern, der für einen ungemütlichen Start in das Wochenende sorgt.
Auf Behinderungen durch Schnee und glatte Straßen sollten sich Autofahrer grundsätzlich einstellen. "Kurzzeitig kann es überall rutschig werden", warnte Wagner.
"Hochwinterliches Wetter mit Dauerfrost und Pulverschnee wird das aber nicht", sagte Wagner. Verbreitet liegen die Tagestemperaturen knapp oberhalb des Gefrierpunktes.
Allerdings: Ab 300 Meter bleibt das Quecksilber meist unter der Null-Grad-Marke hängen, und die Wintersportregionen dürfen sich über ordentliche Neuschneemengen freuen.
Am Wochenende ist es schon wieder milder, und der Winter hat es zunehmend schwerer, in Deutschland Fuß zu fassen: "Wenn es bis zur ersten Februarwoche kein Hoch schafft, sibirische Kaltluft nach Europa zu pumpen, dann ist das Thema Dauerfrost für diese Wintersaison endgültig gegessen", sagte Wagner.
Quelle: wetter.info
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