21.09.2011, 09:34 Uhr
Er erreicht Spitzengeschwindigkeiten von 200 km/h und kostete bereits mehrere Menschen das Leben.
Der Taifun "Roke" nähert sich mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde Japan. Bereits im Vorfeld starben mehrere Menschen durch erste Ausläufer des Sturms. Nach Angaben der Behörden wurden wohl sechs Menschen getötet, zahlreiche Personen werden noch vermisst.
Das Zentrum des Sturms trifft voraussichtlich zunächst auf die Südostküste Japans. Dann wird "Roke" wohl auch über Tokio und dann nach Nordwesten in Richtung der Atomruine von Fukushima ziehen. Das teilte der japanische Wetterdienst mit. Ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers Tepco erklärte, sämtliche Arbeiten am AKW Fukushima-Daiichi seien unterbrochen worden.
Es ist bereits der 15. Taifun in dieser Saison. Experten vermuten jedoch, dass "Roke" einer der schwersten Stürme werden könnte. "Wir fordern alle Bewohner zu höchster Wachsamkeit auf", sagte Kabinettssekretär Osamu Fujimura.
Bereits jetzt ist der Verkehr in weiten Teilen des Landes zusammengebrochen, mehr als 270 Inlandsflüge wurden gestrichen.
Beim Autohersteller Toyota steht in elf von 15 Werken die Produktion still. Die Fabriken befinden sich in der Präfektur Aichi, wo "Roke" am Nachmittag erwartet wird. Wann die Fertigung weitergehen kann, ist derzeit noch völlig offen.
Taifun "Roke" zieht über Japan (Quelle: dpa)Zur Stunde nähert sich "Roke" der japanischen Hauptinsel Honshu und bedroht allein dort etwa eine Million Menschen. Die Behörden haben die Einwohner der Region aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen. In Zentral- und Westjapan haben Ausläufer des Taifuns bereits zu Hochwasser geführt.
Die japanische Wetteragentur befürchtet weitere Überschwemmungen, Schlammlawinen und gefährlichen Wellengang an der Küste, hervorgerufen durch Sturmböen und Regenfälle.
Die Regenfälle seien höchst alarmierend, sagte Chefmeteorologe Yutaka Kanda. In der Stadt Nagoya rieten die Behörden etwa 800.000 Einwohnern, sich vor dem Sturm in Sicherheit zu bringen. Für etwa 30.000 Haushalte wurde eine Evakuierung sogar angeordnet. Fernsehbilder zeigen überflutete Straßen und Rettungskräfte, die sich in Schlauchbooten durch die Wassermassen kämpfen.
Im September forderte der Taifun "Talas" etwa 100 Tote und Vermisste. Tausende Menschen in den am schwersten betroffenen Provinzen Wakayama, Nara und Mie waren nach Erdrutschen und Überschwemmungen von der Außenwelt abgeschnitten.
Quelle: dapd
grantler schrieb:
am 21. September 2011 um 21:42:16
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taifun
@beobachter:
Bin ich froh, daß wenigstens einer eine Lösung für das Problem nennt. Jedes Kleinkind weiß früher oder später, daß
es angebracht ist, von zwar nützlichen, aber auch gefährlichen Energiequellen (Feuer, Wasser, Sturm u. dgl.) gebührenden Abstand zu halten oder sich zumindest in acht zu nehmen. Trotzdem sind schon mehr Menschen z.B. durch Feuer und Wasser zugrunde gegangen als durch Kernenergie. Übrigens endet das Leben früher oder später, vielleicht sogar für uns.
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Sibelius schrieb:
am 21. September 2011 um 16:03:46
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Taifun "Roke" rast auf Tokio und Fukushima zu
Überschwemmungen, Tornados, Wetterkapriolen und Erdbeben finden wir in Europa. Wobei
Erdbeben nicht nur in Süddeutschland verzeichnet sind. Auch Norddeutschland kann Erdbeben, etwa beim Einsturz von Salzhöhlen, Bergwerken ausgelöst werden. Die Erdölgewinnung schafft ebenso Hohlräume und Verschiebungen im Boden. Ausgeschlossen werden kann ein Einsturz solcher Hohlräume nie. Ob Atomendlager oder AKW, einfaches Haus oder Stadtviertel, gefährdet ist alles. Sicher sein ist auch bei uns relativ.
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Klaus R schrieb:
am 21. September 2011 um 15:51:41
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Taifun
Wenn ich das esoterische Geschwafel mancher Kommentatoren lese, wird mir übel. Führt ihr abends ein Tänzchen auf, um die
Naturgeister für die Nacht milde zu stimmen? Aber daß jedes Jahr mehrere Millionen Hektar Wald vernichtet werden für Biosprit und Energieerzeugung, läßt euch kalt. Es gibt ja schließlich noch genug Kernkraftwerke, auf die man einprügeln kann, medial zumindest. Arme Irre, armes Deutschland, arme Welt!
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