24.10.2011, 14:00 Uhr
In der Hauptstadt Bangkok wächst die Angst vor weiteren Überschwemmungen. Viele Menschen kommen bereits jetzt nur mühsam voran.
Das Hochwasser in Thailand rückt immer näher an die Innenstadt der Hauptstadt Bangkok heran: Die Stadtverwaltung warnte die Anwohner von sechs Bezirken vor bis zu 80 Zentimeter hohen Überschwemmungen. Es gebe keine Garantie, dass die aufgebauten Dämme halten, teilte das Krisenzentrum nach Angaben der Lokalpresse mit.
Besonders kranke und alte Bewohner wurden aufgerufen, Notunterkünfte aufzusuchen.
Bereits am Sonntag hatte der Gouverneur von Bangkok die Bürger der Stadt in einem dramatischen Appell aufgefordert, sich auf weiter steigende Pegel vorzubereiten. Die Wassermassen, die bereits das Umland überschwemmt hätten, würden sich schneller als erwartet auf die Stadt zubewegen, sagte Sukhumbhand Paribatra in einer im Fernsehen übertragenen Rede. Auch er rief die Bewohner der sechs Stadtviertel auf, ihre Besitztümer in Sicherheit zu bringen.
Zu den betroffenen Distrikten gehört das bei Touristen beliebte Viertel Chatujak. Mittlerweile wurde zudem der im Norden der Stadt gelegene frühere internationale Flughafen Don Muang von den Fluten erfasst. Er wurde bisher als Aufnahmelager genutzt. In der Umgebung standen zahlreiche Straßen unter Wasser. Fernsehbilder zeigten Anwohner, die mit dem Nötigsten in Koffern verpackt ihre Häuser verließen. Der Flugverkehr war zunächst jedoch nicht beeinträchtigt.
Rund 3500 Hochwasseropfer müssen sogar zum zweiten Mal vor den Überschwemmungen flüchten: Ein Campus der Thammasat-Universität, der Flüchtlinge aufgenommen hatte, stand am Montag zwei Meter unter Wasser. Die Leute würden nun mit Bussen in ein anderes Auffanglager gebracht, sagte der Rektor der Universität nach Angaben der "Bangkok Post". Auf dem Campus fielen Strom und Wasserzufuhr aus.
Jüngsten Berichten zufolge droht in einigen ländlichen Regionen unterdessen eine weitere Gefahr: Durch die Überschwemmungen können Krokodile zum Teil bis in besiedelte Gebiete vordringen. Unbestätigten Angaben zufolge sind nördlich von Bangkok mehr als hundert Tiere aus einer Krokodilfarm entkommen.
Nach Zusammenstößen mit verärgerten Anwohnern verbot die Regierung unterdessen den Zugang zu allen Flutbarrieren. In einigen Regionen nördlich von Bangkok hatten aufgebrachte Einwohner versucht, den Dammbau, der Bangkok besser schützen soll, zu behindern. Sie fürchten, dass das Wasser aus ihren eigenen überschwemmten Straßen und Feldern deshalb langsamer abläuft.
Thailand erlebt seit mehr als zwei Monaten die heftigsten Regenfälle und Überschwemmungen seit Jahrzehnten. Mehr als 350 Menschen kamen ums Leben, neun Millionen Menschen verloren ihre Häuser. In rund 1700 Notunterkünften suchen mehr als 110.000 Menschen Schutz vor den Fluten.
Quelle: dapd , dpa , AFP
Hausjeep schrieb:
am 24. Oktober 2011 um 13:02:12
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Den netten Menschen aus Bankkog mein vollstes Mitgefühl
Nur da kümmert sich kaum jemand drum, wie z.B. jetzt in der Türkei, die sofort
nach Hilfe schreit und wo Westerwelle und andere auch sofort Hilfe zugesagt haben. Dabei ist die Türkei wirtschaftlich stark genug, sich selbst zu helfen
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