10.10.2011, 08:06 Uhr
Es wird noch einmal deutlich milder. Am kommenden Wochenende stellt sich das Gefühl eines "Goldenen Oktobers" ein (Quelle: dapd)
Nach sehr herbstlich kalten Tagen und dem ersten Schnee in den Bergen zieht nun eine Warmfront nach Deutschland. "Tief "Jörn" beschert uns deutlich milderes Wetter", sagte Thomas Globig vom Wetterdienst Meteomedia im Gespräch mit wetter.info. Allerdings hat es auch jede Menge Regen im Gepäck.
Der Montag beginnt fast überall stark bewölkt - örtlich regnet es. Besonders an den Alpen können die Regenfälle auch kräftig ausfallen. "Die Luft wird aber deutlich milder", sagte Globig. In den Bergen taut der Schnee dann ganz schnell weg. Die Schneefallgrenze steigt auf 2000 bis 2500 Meter an.
Zum Nachmittag lockern die Wolken im Westen auf, und gelegentlich bricht dann auch die Sonne durch. "Am freundlichsten wird es vom Rheinland bis nach Franken und Thüringen", sagte der Meteorologe. An einzelnen Wärmepolen an Mittel- und Niederrhein können sogar knapp 20 Grad erreicht werden. Aber auch der Rest des Landes kann sich über 15 bis 18 Grad freuen. Ein bisschen kühler wird es im Allgäu und in Nieder-und Oberbayern mit zwölf bis 15 Grad. Es wird zudem sehr windig. Im Norden und Nordwesten sind vereinzelt warnrelavante Böen möglich. Im Bergland warnt die Unwetterzentrale vor schweren Sturmböen, auf dem Brocken sogar vor Orkanböen.
Am Dienstag "kommen dann die Gebiete südlich des Mains in den Genuss von mildem und sonnigem Wetter", so Globig. Mit Werten von 18 bis 23 Grad gibt es hier noch mal ein spätsommerliches Intermezzo.
Im Norden und der Mitte des Landes hingegen beherrschen die Wolken den Himmel, und es stellt sich Schauerwetter ein. Hier sind nur 13 bis 15 Grad drin. "Schuld ist eine neue Kaltfront, die von Norden herein kommt und zwar langsam aber sicher die milde Luft ausräumt", sagte Globig. Im Norden bläst der Wind weiter kräftig, im Bergland können noch einzelne Sturmböen auftreten.
"Am Mittwoch überschreitet die Kaltfront dann auch Main und Mosel", prophezeit Globig. Die warme Luft hält sich dann nur noch im äußersten Süden, also vom Oberrhein bis zum Allgäu. Hier werden knapp 20 Grad erreicht. Sonst bleibt es unbeständig mit gebietsweise dichten Wolken und gelegentlichem Regen, aber auch sonnigen Abschnitten. Bei den Temperaturen geht es mit 13 bis 16 Grad wieder ein Stückchen nach unten.
Ab Donnerstag zeichnet sich dann eine Wetterbesserung ab, denn von Westen nähert sich ein kräftiges Hoch. Die Schauer lassen nach, und die Wolken lockern auf. Es bleibt aber mit zwölf bis 15 Grad frisch.
Am Freitag liegt das Hoch dann voraussichtlich fast über ganz Deutschland. "Wenn sich der Frühnebel verzogen hat, wird es vermutlich bis Sonntag sonnig und trocken", so Globig. Allerdings sind nur zwölf bis 15 Grad drin. Nachts kann es, wenn der Himmel aufklart, leichten Frost geben. "Wer ein bisschen weiter draußen wohnt, sollte seinen Eiskratzer bereit legen", sagte Globig.
Am nächsten Wochenende selbst wird es insgesamt kaum wärmer. Trotzdem stellt sich bei viel Sonnenschein noch einmal das Gefühl eines "Goldenen Oktobers" ein. Mit etwas Glück kann es am Sonntag ganz vereinzelt im Westen sogar knapp 20 Grad werden. "Auf jeden Fall werden wir mehr Spaß haben als jetzt", so Globig.
Quelle: wetter.info
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