12.07.2011, 09:37 Uhr
Unwetter verderben am Mittwoch die Sommerlaune (Foto: imago)
Diese Woche hat das Wetter von allem etwas zu bieten: viel Sonne und Temperaturen bis 30 Grad, aber auch schwere Gewitter mit Starkregen. "Tief 'Meikel' hat's in sich und wird uns von Dienstagnacht bis Donnerstag beschäftigen", sagte Thomas Globig vom Wetterdienst Meteomedia zu wetter.info. "Da braut sich eine gefährliche Mischung zusammen."
Der Dienstag ist noch ein angenehmer Sommertag, an dem häufig die Sonne scheint und es weitestgehend trocken bleibt. Lediglich in der norddeutschen Tiefebene sind örtlich ein paar Tropfen möglich. In der Nordhälfte klettert das Quecksilber auf 20 bis 25 Grad und vom Rheinland bis Bayern auf 25 bis 29 Grad. "Der Hitzepol liegt im Süden, am Kaiserstuhl, im Rhein-Neckar-Bereich, Rhein-Main-Gebiet und im Stuttgarter Raum", sagte Globig. Hier kann es auf bis zu 30 Grad hoch gehen.
Am späten Abend und in der Nacht zum Mittwoch jedoch nähert sich von Frankreich her Tief "Meikel", das kräftige Regenfälle und Gewitter bringt. "Am Niederrhein, in der Eifel, an der Mosel, im Saarland, im Breisgau und Markgräflerland kann es dann schütten", sagte Globig. Lokal ist auch unwetterartiger Starkregen möglich.
Am Mittwoch zieht das Tief dann quer über Deutschland hinweg Richtung Ostsee. Im Südwesten und Westen fallen gebietsweise kräftige Schauer und Gewitter ziehen auf, die vor allem im Süden lokal unwetterartig ausfallen können. Im Rest des Landes sind ebenfalls örtlich länger anhaltende und gebietsweise ergiebige Regenfälle möglich.
"Wir haben es dann bereits mit sehr großen Temperaturunterschieden zu tun", sagte Globig. So werden von Bayern bis zur Lausitz noch subtropische 26 bis 30 Grad erreicht. Im Norden und Westen hingegen kommt es bereits zu einer drastischen Abkühlung. Von Schleswig-Holstein bis zum Rheinland schaffen es die Temperaturen nur noch auf wenig sommerliche 16 bis 20 Grad. In den anderen Gebieten, vom Rhein-Main-Gebiet, über den Oberrhein bis nach Mecklenburg-Vorpommern dümpeln die Temperaturen um die 20-Grad-Marke.
Bei den verhaltenen Temperaturen bleibt es auch am Donnerstag. "Das Zentrum des Tiefs liegt dann über der Ostsee, seine Ausläufer bescheren dem Nordwesten Deutschlands weiter kräftige Regengüsse", sagte Globig. Betroffen sind vermutlich Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und das nördliche Brandenburg. Auch an den Alpen muss man mit einzelnen Schauern und Gewittern rechnen. Im großen Rest des Landes beruhigt sich das Wetter und über weite Strecken dürfte es trocken bleiben.
Auch im Osten und Südosten setzt sich die kühle Luft durch, und es ist landesweit nur noch mäßig warm. In den Regengebieten sind kaum noch über 17 bis 18 Grad drin. Vom Oberrhein bis zur Lausitz sind noch 21 bis 24 Grad möglich. Zudem nimmt der Westwind im Norden und Nordwesten deutlich zu und weht frisch mit starken bis lokal stürmischen Böen.
Am Freitag kann es an der Ostseeküste noch stürmisch bleiben. Insgesamt verharren die Temperaturen bei 18 bis 23 Grad. Ein stabiles Hoch ist leider die ganze Woche weit und breit nicht in Sicht.
Quelle: wetter.info
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