28.11.2011, 10:59 Uhr
Wie hier in Göteborg in Südschweden sind die Menschen in den skandinavischen Ländern vom Herbststurm der letzten Nacht besonders stark betroffen (Quelle: dpa)
Bei einem schweren Herbststurm über dem Norden Europas sind in Norwegen wahrscheinlich vier Menschen ums Leben gekommen. In allen drei skandinavischen Ländern kam der Bahnverkehr teilweise zum Erliegen. In Deutschland hat der starke Wind zum Glück kaum Schäden angerichtet. "Die Küstenregionen sind hierzulande auf dieses Wetter gut eingerichtet", sagte Andreas Wagner von der Meteomedia Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info. Anders sieht es in Polen aus: Dort sind am Montagmorgen Hunderttausend ohne Strom.
Wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB berichtet, werden zwei Mitarbeiter eines Filmteams vermisst, deren Boot am Vorabend bei Egersund an der Südwestküste bei orkanartigem Sturm gekentert war. Die Wellen waren dem Bericht nach bis zu 20 Meter hoch. Ein Mann ertrank bei einem weiteren Bootsunglück bei Leirvik. In Bergen wurde ein Spaziergänger von einem umstürzenden Baum erschlagen.
Im südlichen Teil Schwedens waren nach dem Sturm etwa 80.000 Haushalte ohne Strom, wie der Rundfunksender SR berichtete. In Dänemark mussten wegen des Sturms die großen Brückenverbindungen über den Großen Belt sowie über den Öresund nach Schweden mehrere Stunden gesperrt werden.
In Polen wurden dutzende Häuser beschädigt und hunderte Bäume entwurzelt. Für die Feuerwehr gab es landesweit etwa tausend Einsätze. Besonders stark betroffen waren die nördlichen Landesteile wie Masuren, Pommern und Westpommern. Allein in Pommern sollen rund 200.000 Haushalte ohne Strom sein, meldet die Nachrichtenagentur PAP.
Im nordostpolnischen Podlachien waren etwa 100.000 Einwohner betroffen, in Westpommern 35.000. Mehrere Familien mussten in der Nacht aus ihren beschädigten Häusern gerettet werden. In Schlesien war auch der Bahnverkehr beeinträchtigt.
Deutschland kam nach ersten Erkenntnissen glimpflicher davon: In Mecklenburg-Vorpommern riss der Wind rund 20 Bäume aus, in Hamburg stand der Fischmarkt teilweise unter Wasser. Ein Autofahrer, der in Hamburg-Overwerder in seinem Auto direkt neben der Elbe schlief, wurde vom Wasser geweckt.
Die stärksten Böen in Deutschland hat Meteomedia an den Küsten registriert: Auf der Insel Sylt erreichten sie Geschwindigkeiten von bis zu 126 Kilometer in der Stunde. "Spitzenreiter war die Station Hiddensee-Dornbusch am exponierten Nordstrand mit bis zu 144 Kilometer in der Stunde", sagte Wagner.
Auch im Binnenland kam es zu Sturmböen: In Torgau (Sachsen) erreichten sie 76, im Ruhrgebiet in Castrop-Rauxel 80, in Hamburg-Veddel und Berlin-Wannsee 81 und in Mücheln (Geistal) in Sachsen-Anhalt 89 Kilometer in der Stunde.
Quelle: wetter.info, dpa
Ich Bins schrieb:
am 28. November 2011 um 17:16:53
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nanu...
Da ist ja noch gar kein Kommentar, der den Sturm der Klimakatastrophe zuschreiben will... Die Ökos werden langsam alt...
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