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Überschwemmungen in Thailand: Einwohner Bangkoks fliehen vor den Wassermassen

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Bangkoks Einwohner fliehen vor den Wassermassen

27.10.2011, 13:49 Uhr

Thailand-Hochwasser: Tausende flüchten vor der Flut. (Foto: AP) Thailand-Hochwasser: Tausende flüchten

Mit Autos, Zügen und Flugzeugen verlassen die Einwohner die Stadt. Wer keinen Platz bekommt, versucht auf andere Weise zu entkommen.

Tausende Bewohner der thailändischen Hauptstadt Bangkok sind nach Aufforderungen der Regierung vor dem Hochwasser geflüchtet. Mit Bussen, Zügen, Flugzeugen und in eigenen Autos versuchten sie, die Stadt zu verlassen. Die Fluten erreichten am Morgen bereits zentrale Gebiete der thailändischen Hauptstadt, darunter den Königspalast.

Die Evakuierungswarnung betraf nur zwei von Bangkoks 50 Bezirken. Doch das Eingeständnis der Regierung, dass es in den kommenden Tagen in der ganzen Stadt zu Überschwemmungen kommen könnte, ließ auch die Bewohner anderer Stadtteile flüchten. Regierungschefin Yingluck Shinawatra sprach von einer kritischen Lage. Es müsse mehr Wasser durch die Stadtkanäle geleitet werden, um den Druck auf Schutzwälle im Norden der Stadt zu verringern. 100 Schulen wurden zu Notunterkünften erklärt und sollen Platz für 10.000 Menschen bieten, berichtete die Lokalpresse.

Stadt fast vollständig von Wasser umgeben

Satellitenbilder von Bangkok zeigten, dass die Stadt fast vollständig von Wasser umgeben ist. Besonders in den Bezirken Don Mueang, wo der zweitgrößte Flughafen Bangkoks liegt, und Bang Phlat waren die Überschwemmungen so massiv, dass der Gouverneur von Bangkok deren Bewohner zur Evakuierung aufgefordert hatte.

Donnerstagmorgen erklärte er, dass er für den nördlichen Außenbezirk Sai Mai vermutlich bald dasselbe tun werde. Dort hat hüfthohes Wasser Straßen in regelrechte Flüsse verwandelt und Häuser und Tankstellen überflutet.

Viele Menschen wurden bereits in Militärlastwagen in Sicherheit gebracht. Andere, die keinen Platz mehr bekamen, versuchten teils mit selbstgebastelten Booten aus Sai Mai wegzukommen. Als erste ausländische Regierung riet die britische von allen nicht notwendigen Reisen nach Thailand ab.

Schutzwall gebrochen

An der Rampe der Mautstraße zum Inlandsflughafen Don Mueang stieg der Wasserpegel auf 50 Zentimeter, berichteten Lokalreporter. Nach Angaben der "Bangkok Post" brach ein Schutzwall am nördlichen Ende des Flughafens und überschwemmte das Parkhaus. Dort haben Hunderte Menschen ihre Autos geparkt, in der Hoffnung, dass sie dort vor den Überschwemmungen sicher seien. Der Flugbetrieb war bereits am Dienstag eingestellt worden, weil Wasser über das Vorfeld und in die Abfertigungshallen schwappte.

Bangkok bereitet sich seit Tagen auf den Scheitelpunkt des Hochwassers vor, der am Freitag erwartet wird. Die Behörden der Hauptstadt rechnen damit, dass das Wasser im Fluss Chao Phraya eine Höhe von 2,60 Metern erreicht - die Flutschutz-Dämme sind im Durchschnitt aber nur 2,50 Meter hoch. Thailand erlebt seit mehr als zwei Monaten die heftigsten Regenfälle und Überschwemmungen seit Jahrzehnten. Mehrere hundert Menschen kamen bereits ums Leben, etwa neun Millionen Menschen verloren ihre Bleibe.


Quelle: dapd , AFP , dpa

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Kommentare (7)

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Thema: "Überschwemmungen in Thailand: Einwohner Bangkoks fliehen vor den Wassermassen"

Germane schrieb: am 27. Oktober 2011 um 13:48:21
(2) (20) Wunderlich
Seit zig Tagen wissen die da, das ein katastrophales Hochwasser kommt. Da war doch Zeit genug, sich dagegen zu wappnen !?

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Tina schrieb: am 27. Oktober 2011 um 13:26:50
(14) (4) Überschwemmungen in Thailand
Bin gerade aus dem Thailandurlaub zurück und habe im Urlaubsquartier selbt Sandsäcke für Bangkok mit
befüllt. In allen Berichten wird aber vergessen, dass die Ünerschwemmungen nicht nur eine Laune der Natur sind, sondern auch auf menschliche Fehlentscheidungen zurückzuführen sind. Da die Stärke der zu erwartenden Regenfälle im Sommer anders eingeschätzt worden ist, wurde zu wenig Wasser aus den Stauseen kontrolliert abgelassen. Aber dann kamen die Regenmassen.......
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kuli- schrieb: am 27. Oktober 2011 um 13:02:39
(9) (6) Situation
Bin gerade in Thailand. Nicht nur die Menschen leiden uner den Fluten. Auch ein Grosteil der Wirtschaft und die ganze Infrastruktur
rund um die Hauptstadt sind stark betroffen. Auch die allgem. Versorgungssituation im Bereich um Bangkok spitzt sich zu.
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