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Unwetterfront "Bert" fordert erstes Todesopfer

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Unwetterfront "Bert" fordert erstes Todesopfer

26.08.2011, 18:51 Uhr

Unwetterfront "Bert" auf dem Vormarsch: In einem Koblenzer Biergarten wurde eine Frau von einem Baum erschlagen (Quelle: dpa)

Unwetterfront "Bert" auf dem Vormarsch: In einem Koblenzer Biergarten wurde eine Frau von einem Baum erschlagen (Quelle: dpa)

Die Unwetterfront ist da - und hat auch schon das erste Todesopfer gefordert. In Koblenz am Rhein kam dabei eine Frau ums Leben. Auf einer Länge von Hamburg bis Baden-Württemberg zieht die Front langsam ostwärts. Wo's heftig wird, verrät die Unwetterzentrale.

Sturmtief "Bert" mit Gewitter, Sturmböen und Starkregen zieht seit Freitagmittag über Deutschland und verursachte zunächst in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen Sachschäden in Millionenhöhe. Die 36 Jahre alte Frau wurde in einem Biergarten in den Koblenzer Rheinanlagen von einem Ast einer umstürzenden Kastanie erschlagen.

Außerdem berichtete die Polizei in Koblenz von "unzähligen Einsätzen für Polizei, Feuerwehr und DRK". Wegen des heftigen Sturms und drei verletzten Besuchern musste die Bundesgartenschau in Koblenz am Freitag vorzeitig schließen. Zwei Personen waren von abgebrochenen Ästen und eine von einem Sonnenschirm getroffen worden, teilten die Veranstalter mit. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht. Aus Sicherheitsgründen durfte das Gelände am Freitag nicht mehr betreten werden.

In Mülheim bei Bernkastel-Kues an der Mosel beschädigten schwere, eigroße Hagelkörner 17 Hubschrauber, die anlässlich eines Helikoptertreffens auf einer Wiese standen, zum Teil schwer. "An der Mosel dürften die Schäden in die Millionen gehen", sagte ein Polizeisprecher. "Der Hagel hat viel zerdeppert."

Dächer abgedeckt

In der Region um Bernkastel-Kues wurden zudem Auto- und Fensterscheiben zerschlagen, Sturmböen deckten Dächer ab und rissen Bäume um, Regengüsse fluteten Keller. In Mitleidenschaft gezogen wurden auch die Weinberge der Region. Bei Büdlich schlug ein Blitz in eine Scheune ein und setzte sie in Brand. Verletzt wurde von dem Feuer laut Polizei niemand. Auch Bäume stürzten um. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz.

Aus den Niederlanden und Belgien kommend waren die ersten Unwetter-Vorboten schon am Freitagvormittag über den Westen Deutschlands gezogen. Nach heftigen Sturmböen mussten am Niederrhein drei Bahnstrecken gesperrt werden. Betroffen waren die Strecken Viersen-Dülken, Kempen-Nieukerk sowie Wesel-Emmerich, berichtete die Deutsche Bahn. Am Vormittag hatte ein Blitzeinschlag in Düsseldorf den Verkehr auf drei S-Bahn-Linien gestört. Nach Angaben von Eurobahn wurde niemand verletzt.

Die Unwetterfront legt sich bis zum Abend über die komplette Westhälfte. Westlich eines Streifens von Schleswig-Holstein über Thüringen bis zum Bodensee musste dann jeder mit Unwettern rechnen. Wo genau es dann am heftigsten werden sollte, konnten die Meteorologen allerdings erst kurzfristig vorhersagen. Ein Blick auf die Karte der Unwetterzentrale und den Wolken-Niederschlagsfilm von Wetter.info war empfehlenswert.

Bis zu 35 Grad im Osten

Während in der Westhälfte die Gewitter toben, bleibt der Osten zunächst verschont. "Hier gibt es noch einen heißen und trockenen Sommertag mit bis zu 35 Grad", sagte Ruhnau. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg ist es sogar bis zum Samstagmorgen noch trocken. Bis die Unwetterfront den Osten erreicht, schwächt sie sich deutlich ab.

Dafür hält sie sich dort aber wohl länger als bislang angenommen. "Sie hat dann noch einzelne Gewitter und kräftigen Regen im Gepäck - allerdings keine Unwetter mehr", so Ruhnau. Die Warnungen der Unwetterzentrale galten und gelten demnach für den Westen bis zum späten Freitagabend und für den Osten bis in die Nacht zum Samstag.

Temperatursturz: kaum mehr als 20 Grad

Von Freitag auf Samstag fallen die Temperaturen dann deutlich ab. "Die Kaltfront drängt die ganze schwüle, heiße Luft aus Deutschland ab", erklärte Ruhnau. Im ganzen Land erreichen die Werte kaum mehr 20 Grad. Im Osten ist mit Schauern und Regenfällen zu rechnen. Im Westen lockert es auf, örtliche Schauer sind aber möglich.

"Am Sonntag gibt es viel Sonne, und es bleibt weitgehend trocken", sagte der Meteorologe. Nur im Norden muss mit Regen, der von der Nordsee hereinzieht, gerechnet werden. Das Quecksilber steigt im Osten und Süden auf bis zu 23 Grad, im Nordwesten werden es 17 bis 19 Grad. Am Montag scheint ebenfalls häufig die Sonne, nur im Nordwesten und Norden wird es wechselhafter.

Quelle: dpa, dapd, wetter.info


 

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Kommentare (17)

zum Forum

Thema: "Unwetterfront "Bert" fordert erstes Todesopfer"

A.H. schrieb: am 26. August 2011 um 21:38:14
(26) (20) Unwetterfront
Wo??????wir in NDS Ost bekommen kaum was mit.

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Franz schrieb: am 26. August 2011 um 21:18:57
(34) (68) Wetter
Also hier in Mitteldeutschland immer noch 30 Grad und schwül. Wird Zeit das der verkackte Sommer endet

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HGU schrieb: am 26. August 2011 um 20:59:26
(92) (140) Unwetter
Tut mir leid, aber wer hat bei einem Umwetter etwas im Biergarten unter dicken Kastanienbäumen zu suchen?

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