03.01.2012, 07:00 Uhr
Die erste Woche des Jahres verspricht beim Wetter ziemlich spannend zu werden: Heute breitet sich ein Sturmfeld über das ganze Land aus. "Bis ins Tiefland drohen Sturmböen, örtlich auch schwere", warnte Fabian Ruhnau von der Meteomedia Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info. Noch heftiger geht es voraussichtlich im Süden zu. Das ist aber nur der Vorgeschmack auf eine landesweite Sturmlage, mit der wir es am Donnerstag zu tun bekommen. "Das könnte so schlimm werden wie beim Orkantief Joachim", so der Meteorologe. Mitte Dezember hatte der Sturm teils schwere Schäden in Deutschland verursacht.
Der Unwetterzentrale stehen arbeitsreiche Tage bevor: "Es wird einiges los sein beim Wetter", befürchtet Ruhnau. Dienstagfrüh erreicht das erste Sturmfeld den Westen. Vom Saarland bis zur Nordsee sind die ersten schweren Sturmböen unterwegs. Das entspricht Windstärke 9 bis 10. Mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde fegt der Wind dann in der Spitze über das Land.
Von Westen zieht derzeit eine mächtige Sturmfront ins Land. Zum Regenradar klicken Sie bitte in das Bild
Bis zum Abend bleibt es nur ganz im Süden vom Bodensee über das Allgäu bis in den Bayerischen Wald noch ruhig. Doch in der Nacht erreicht der Sturm auch die Alpen.
Vor allem in der Bergen droht Gefahr: In freien Lagen ab etwa 500 Metern rechnen die Meteorologen mit orkanartigen Böen, ab etwa 1000 Metern mit Orkan - also mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern in der Stunde.
Mit von der Partie sind tagsüber teils kräftige Regenfälle in der gesamten Nordhälfte. Im Süden dagegen bleibt es tagsüber noch trocken. Doch mit Ankunft des Sturms wird es auch dort ordentlich nass.
In der Nacht liegt der Schwerpunkt des Sturms über dem Süden. Aber auch an der Nordseeküste und in Schleswig-Holstein sind orkanartige Böen unterwegs, wenn dort die nachfolgende Kaltfront ankommt.
Am Mittwoch pustet es noch immer kräftig, aber nicht mehr ganz so stark wie am Dienstag. Allerdings kühlt die Luft kurzzeitig kräftig ab, und in den Mittelgebirgen fallen zum Teil starke Schneeschauer. "Autofahrer müssen sich dort auf winterliche Straßenverhältnisse einstellen", sagte Ruhnau. "Große Neuschneemengen sind aber eher unwahrscheinlich."
In der Nacht zum Donnerstag legt der Wind zuerst in der Westhälfte erneut stark zu. "Am Morgen sind wieder Sturmböen bis ins Flachland dabei", sagte Ruhnau. Tagsüber greift der neue Sturm rasch auf das ganze Land über. Ausgenommen ist wahrscheinlich nur die Nordostecke Deutschlands: Dort liegt voraussichtlich das windarme Zentrum des Sturmtiefs.
Landesweit drohen schwere Sturmböen, unter Umständen auch orkanartige Böen selbst in den tiefsten Lagen. In den Bergen ist der Wind in Orkanstärke unterwegs. Schauerartige Regenfälle und lokale Gewitter kommen noch dazu. Oberhalb von etwa 800 Metern fällt Schnee, den der Sturm hoch auftürmen kann. Schneeverwehungen sind also wahrscheinlich.
Gegen Abend sinkt die Schneefallgrenze in den nördlichen Mittelgebirgen auf bis zu 300 Meter. Auf den Straßen kann es dann schnell rutschig werden. Ergiebige Schneefälle sind vor allem an den Alpen möglich.
Am Freitag lässt der Sturm endlich nach, so Ruhnau. Dafür gibt es aber weiter kräftige Schneefälle im Alpenvorland und im Nordweststau der Mittelgebirge. Autofahrer müssen also weiter aufpassen.
Quelle: wetter.info, rf
Quelle: wetter.info
alfred schrieb:
am 3. Januar 2012 um 18:16:09
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(4)
sturmtief
da hat bestimmt der bundespräsi was am drehen. so ein sturm kann nicht von alleine kommen...
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Joachim schrieb:
am 3. Januar 2012 um 15:32:58
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Vorhersagen
Wenn ein Sturmtief kommt was sollen denn Eurer Meinung nach die Meteorologen sagen? Es wird sonnig und windstill?
Wer das für
Panikmache hält kann es doch ignorieren und einfach rausgehen. Er muss auch am Balkon keine losen Teile befestigen. Ignoriert einfach die Meldung, macht euer Ding und gut ist.
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Walter Dörnitz schrieb:
am 3. Januar 2012 um 14:52:25
(5)
(5)
Meine
25 Meter hohe, am Haus sehr nahe stehende marode Esche habe ich vor einigen Wochen gefällt und habe auch noch einen großen Haufen
Brennholz. Von mir aus kann es jetzt jede Nacht stürmen. Ich habe keine Angst mehr vor herunterstürzenden Ästen (und ich spreche von Ästen - nicht von Zweigchen).
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