02.02.2011, 15:32 Uhr
Schneesturm in den USA: Bei eisigen Temperaturen wagten sich in Chicago nur wenige Menschen auf die Straßen (Foto: dpa)
Ein kolossaler Schneesturm, der von Texas im Süden der USA bis Maine an der Ostküste reicht (etwa 3500 Kilometer), legt derzeit den Mittleren Westen der Vereinigten Staaten lahm und nimmt Kurs auf die Millionenmetropole Chicago an der Südspitze der Großen Seen. Mehr als 10.000 Flüge mussten schon gestrichen werden, und jetzt kommen auf Millionen Amerikaner eisige Temperaturen von bis zu minus 45 Grad zu. Die Bundesstaaten Illinois, Indiana, Missouri und Oklahoma haben deshalb den Notstand ausgerufen und die Nationalgarde mobilisiert.
In Chicago könnten bis zu zehn Zentimeter Neuschnee pro Stunde die Stadt in Schnee versinken lassen, warnten US-Meteorologen. Zudem peitschten kalte Winde mit einer Geschwindigkeit von knapp 80 Stundenkilometern durch die Straßen, die am Dienstagabend wie ausgestorben waren. Nach Angaben des Nationalen US-Wetterdienstes zählt der Blizzard zu den heftigsten der vergangenen Jahrzehnte
Die Bevölkerung bereitet sich auf den schlimmsten Blizzard der vergangenen 40 Jahre vor. Tausende Flüge wurden gestrichen. zum Video
In Chicago wurden die Schulen geschlossen, das erste Mal seit mehr als einem Jahrzehnt. Auch die beiden Flughäfen mussten den Betrieb einstellen. Über den Michigan-See, an dem die Metropole liegt, könnten Stürme mit rund 100 Stundenkilometern fegen. Bis zu acht Meter hohe Wellen könnten dann ans Ufer donnern. Eine viel befahrene Küstenstraße wurde deshalb für den Verkehr geschlossen.
Das Sturmsystem erstreckt sich über ein Drittel des Landes, vom Südwesten bis an die Atlantikküste. Selbst im südlichen Texas waren die Straßen vereist, die Temperaturen lagen tief in den Minusgraden. In Dallas, wo am Sonntag mit dem Football-Endspiel das Sportereignis des Jahres stattfinden soll, stand das öffentliche Leben still. Auch der Staat Oklahoma wurde von einer dicken Schneedecke überzogen. Soldaten der Nationalgarde befreiten steckengebliebene Autofahrer.
Für rund 30 Bundesstaaten gelten inzwischen Wintersturm-Warnungen. Insgesamt könnte der zerstörerische Sturm, der seinen Höhepunkt am heutigen Mittwoch erreichen soll, 100 Millionen Menschen betreffen, meldete der US-Internetdienst Weather.com. Auch die kanadische Provinz Ontario macht sich auf die Ankunft des Blizzards gefasst.
Die Katastrophenschutzbehörde Fema und andere staatliche Stellen riefen die Menschen in zahlreichen Regionen auf, von Reisen abzusehen. Der Schneefall werde mitunter so intensiv sein, dass Räumtrupps nicht einmal Hauptstraßen und Autobahnen freihalten könnten.
Quelle: dpa , dapd , AFP
Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Wetter DänemarkWetter FrankreichWetter GriechenlandWetter HollandWetter KroatienWetter ÖsterreichWetter SchweizWetter NorwegenWetter SpanienWetter TürkeiWetter ItalienWetter PortugalWetter GroßbritannienWetter AustralienWetter USAWetter BerlinWetter DresdenWetter DüsseldorfWetter HamburgWetter KölnWetter LeipzigWetter MünchenWetter NürnbergWetter StuttgartWetter DortmundWetter BremenWetter DarmstadtWetter Frankfurt (Main)Wetter HannoverWetter Karlsruhe