05.05.2011, 15:45 Uhr
Explosion auf einem Hochwasserdamm im US-Bundesstaat Missouri. Anschließend werden weite Landstriche überflutet (Foto: AP) (Quelle: AP)
Zwei gezielte Sprengungen von Teilstücken eines Damms am Mississippi haben die Hochwasserlage in der von Überschwemmung bedrohten Ortschaft Cairo im Bundesstaat Illinois entschärft. Der Pegelstand ist nach US-Medienangaben bereits seit der ersten Sprengung um fast einen halben Meter gesunken. Die Behörden in Louisiana und Mississippi befürchten die schwerste Hochwasserwelle seit Jahrzehnten.
In Missouri ergoss sich nach der Sprengung am Birds Point-Damm ein schlammiger Strom auf Ackerland und etwa 100 Häuser. Kurz vor den Detonationen war der Wasserstand in der weitgehend evakuierten 2800-Einwohner-Stadt Cairo auf einen historischen Höchststand gestiegen und hatte zunehmend Druck auf die schützenden Hochwassermauern erzeugt.
Unterdessen macht sich Frust und Ärger unter den Farmern in dem knapp 53.000 Hektar großen Überschwemmungsgebiet im benachbarten Missouri breit. Ihre Häuser und Felder stehen inzwischen teilweise oder vollkommen unter Wasser. Wann sie in ihre Häuser zurückkehren dürfen, ist noch unklar.
Anhaltende Regenfälle und schlammiger Boden haben die Mobilität des Einsatzkommandos in den letzten Tagen stark behindert. Zudem soll am Dienstag kurzfristig das nötige Sprengmaterial ausgegangen sein.
Quelle: dpa , dapd
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