11.03.2010, 10:55 Uhr | wetter.info, rf
Neuschnee in Freiburg: Eiskratzer gehören noch immer zur Grundausstattung von Autofahrern (Foto: dpa)
Der Winter hält sich zäh in Deutschland: Seit dem Morgen fällt in Teilen des Nordens Sprühregen auf den gefrorenen Boden. "Da kann es sehr glatt auf den Straßen und Wegen werden", warnte Thomas Sävert von der Meteomedia Unwetterzentrale gegenüber wetter.info. Im Süden machen außerdem Starkschneefälle den Räumdiensten zu schaffen. "In einigen Regionen gibt es stündlich ein bis zwei Zentimeter Neuschnee", sagte Sävert. Außerdem müssen Autofahrer im Nordwesten ab den Nachmittagsstunden nach Schnee- und Schneeregenfällen mit gefährlicher Straßenglätte rechnen.
Für Hamburg und die angrenzenden Teile Schleswig-Hosteins und Niedersachsens warnt die Unwetterzentrale aktuell vor örtlicher Straßenglätte. "Der leichte Sprühregen oder Schneegriesel halten voraussichtlich noch bis morgen früh an", sagte Unwetterexperte Sävert.
Auch im Süden demonstriert der Winter heute seine Stärke: "In weiten Teilen Baden-Württembergs und Bayerns schneit es jetzt zum Teil sehr kräftig", sagte Sävert. Vor allem im Schwarzwald, im Osten Bayerns und im Alpenvorland gibt es Akutwarnungen vor Starkschneefällen. "Fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee kommen da bis ins Flachland zusammen, lokal auch darüber", so der Meteorologe.
Eine weitere Glättegefahr zeichnet sich ab dem Nachmittag ab: "Dann zieht ein Tiefausläufer von Norden ins Land", sagte Sävert. Mit dabei sind Schnee, Regen oder ein Gemisch aus beidem. In der Nacht erreichen die Niederschläge den Mittelgebirgsraum. Der Boden ist noch ausgekühlt und die Feuchtigkeit kann schnell überfrieren. "Das gibt wahrscheinlich nicht die ganz große Glatteislage", beruhigt Sävert, hier und da reiche es aber schon für eine Rutschpartie.
Hinter dem Tief strömt etwas mildere Luft in den Nordwesten und die Warnlage entspannt sich wieder: "Der Wärmedurchbruch wird das aber noch nicht", so Sävert. Am Freitag fällt fast überall anfangs Schnee, der mit schnell steigenden Tagestemperaturen in der Nordhälfte in Regen übergeht. Auf fünf bis sechs Grad klettert hier das Quecksilber. Je weiter man nach Süden kommt, desto höher sind die Schneeanteile.
Im südlichen Baden-Württemberg und Bayern gibt es dagegen nach einer kalten Nacht einen freundlichen Tag mit viel Sonne bei Höchsttemperaturen von um die vier Grad.
wetter.info, rf
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