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Wetter: Der Winter war überdurchschnittlich kalt

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Der Winter war überdurchschnittlich kalt

26.02.2009, 14:30 Uhr

Der Winter war sehr frostig (Foto: ddp) Der Winter war sehr frostig (Foto: ddp)

Der ausgehende Winter war in weiten Teilen Deutschlands zu kalt, obwohl er auch besonders sonnig war. Schnee und Regen blieben in den meisten Regionen unter dem Soll. Die Durchschnittstemperatur lag um bis zu zwei Grad unter dem langjährigen Mittelwert, teilte der Wetterdienst Meteomedia mit.

Besonders kalt war es im sonst milden Rheinland, am Main sowie in Thüringen und Sachsen. Die tiefste Temperatur, nämlich minus 29,1 Grad, wurde am 7. Januar in Oderwitz in der Lausitz gemessen. Für die Meteorologen endet der Winter mit dem Februar am Samstag.

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"Angelika" hat Polarluft im Gepäck

Die zweite Januarwoche war besonders frostig, weil Hoch "Angelika" polare Kaltluft nach Deutschland steuerte. Im sächsischen Dippoldiswalde-Reinberg wurden am 7. Januar minus 27,7 Grad gemessen, in Altenburg im Osten Thüringens sowie in Sohland an der Spree minus 27,5 Grad. Das absolute Minimum des Winters wurde mit minus 39,4 Grad aber am 19. Februar am Funtensee in den Berchtesgadener Alpen erreicht. Die Station liegt aber in einer Karstsenke auf 1600 Metern über dem Meeresspiegel und ist nicht mit den Tieflandstationen vergleichbar.

Föhn bringt Frühlingstemperaturen

Im Gegensatz dazu trieb der Föhn die Temperatur am 5. Februar am Alpenrand auf vorfrühlingshafte Höchstwerte von 16,2 Grad in Schongau, 13,8 Grad in Bad Kohlgrub und 13,5 Grad in Garmisch-Partenkirchen. 13,5 Grad warm wurde es bereits am 19. Januar in Weil am Rhein.

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Viel Sonnenschein

Dezember und Januar zeigten sich in weiten Teilen Deutschlands von ihrer sonnigen Seite. Im Februar war es hingegen häufig trüb. Unterm Strich gab es aber verbreitet ein Sonnen-Plus. Den meisten Sonnenschein bekamen die Alpengipfel ab. Spitzenreiter war der höchste Berg Deutschlands, die Zugspitze, mit 378 Stunden, gefolgt vom Wendelstein mit 362 und dem Nebelhorn mit 350 Sonnenstunden.

Vielerorts in Deutschland froren Flüsse und Seen zu - hier ein Eisbrecher auf dem Mittellandkanal (Foto: ddp) Vielerorts in Deutschland froren Flüsse und Seen zu - hier ein Eisbrecher auf dem Mittellandkanal (Foto: ddp)

Wenig Niederschlag

In den meisten Regionen der Republik fiel der meteorologische Winter zu trocken aus. Nur im Erzgebirge, das gerade in der letzten Februarwoche nochmals reichlich Schnee abbekommen hat, war es zu feucht. Im Norddeutschen Flachland fiel gebietsweise nicht einmal die Hälfte des für den Winter durchschnittlichen Niederschlags. Zu den trockensten Plätzen zählen Torgau in Sachsen und Usedom.

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Lawinengefahr in den Alpen

Im Alpenvorland warteten die Menschen lange Zeit vergebens auf nennenswerten Schnee. Dagegen wurden am 5. Januar in Chemnitz 38 Zentimeter der weißen Pracht gemessen. In der zweiten Februarhälfte kam der Schnee dann auch an den Alpenrand - und das gleich in solchen Massen, dass die Lawinengefahr deutlich stieg. Auch beim Niederschlag liegt die Zugspitze mit 552 Litern pro Quadratmeter in Führung, die Schneehöhe dürfte hier kurz vor Ende des Februar noch vier Meter erreichen.

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Stürme und Orkanböen

Tief "Joris" sorgte am 23. Januar in Deutschland vor allem auf den Bergen für Sturm. Auf dem Wendelstein wurde eine Spitzenwindgeschwindigkeit von 187 Kilometern pro Stunde gemessen, am Feldberg im Schwarzwald wirbelten Orkanböen mit Tempo 161. Sturmtief "Quinten" brachte am 10. Februar auf dem Weinbiet im Pfälzerwald heftige Stürme von 141 Kilometern pro Stunde. Im süddeutschen Flachland wehten örtlich Orkanböen.

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Quelle: dpa

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