05.12.2011, 16:57 Uhr
Ganz langsam und vorsichtig schickt der Winter seine Vorboten: Unter Regen- und Graupelschauer mischen sich die ersten Schneeflocken. Die Schneefallgrenze sinkt im Norden auf etwa 400 Meter. An den Westhängen der Mittelgebirge und den Nordwestflanken der Alpen kann es sogar längere Zeit schneien. Doch von Wintereinbruch kann keine Rede sein. Schon Mitte der Woche wird es milder, sagte Stefan Kreibohm vom Wetterdienst Meteomedia im Gespräch mit wetter.info.
Der Meteorologe will für den Norden zwar nicht ausschließen, "dass morgen früh eine matschige Schneedecke vor sich hingammelt". Doch insgesamt haben wir es derzeit eher mit sehr wechselhaftem und regnerischem Wetter zu tun. Immer wieder muss mit Niederschlägen gerechnet werden. Besonders im Tiefland ist es nasskalt, so Kreibohm. Dazu bleibt es nach wie vor sehr windig. Landesweit können starke bis stürmische Böen auftreten.
Die Regen- und Graupelschauer werden auch in der Nacht anhalten. In höheren Lagen kann es dann gefährlich glatt werden, warnte der Wetter-Experte. Auch die Autofahrer im Norden Deutschlands sollten auf der Hut sein. Durch die einströmende kalte Luft können sich die nassen Straßen in den frühen Morgenstunden in eisige Rutschbahnen verwandeln.
Am Dienstag sinken die Temperaturen noch weiter. Unter die Regen- und Graupelschauer kann sich zunehmend Schneeregen mischen. Die Schneefallgrenze sinkt in Süddeutschland auf bis zu 300 Meter. In vielen Mittelgebirgen sowie in den Alpen wird es wohl schneien. Stellenweise kann es auch in tiefen Lagen tagsüber glatt werden.
Doch Glättegefahr und Schneematsch dürften am Mittwoch bereits wieder verschwunden sein. Dann wird unser Wetter durch ein neues Sturmtief aus dem Westen beeinflusst. Es bringt deutlich mildere Luft nach Deutschland. Die Schneefallgrenze steigt dann wieder auf über 1000 Meter. "Am Rhein können sogar wieder zweistellige Temperaturen erreicht werden", sagte Kreibohm. Doch mit dem Tief kommen auch neue Niederschläge. Es kann kräftig regnen, lokal sind auch Gewitter möglich. Der Wind bläst wieder kräftig bis stürmisch. An der See und in den Bergen sind schwere Sturmböen, auf exponierten Gipfellagen sogar Orkanböen möglich.
Die weiteren Aussichten sind nicht gerade verlockend. Zwar beruhigt sich das Wetter am Donnerstag ein klein wenig und der Wind schwächt sich etwas ab. Doch am Nachmittag zieht von Westen her bereits ein neues Tief heran. Am Freitag ist daher wieder sehr stürmisches Wetter zu erwarten.
Quelle: wetter.info, uwe
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