23.12.2011, 09:14 Uhr
Jedes Jahr steigt die Spannung: Gibt es weiße Weihnachten? Doch Thomas Globig dämpft die Erwartungen. "Es bleibt fast durchweg grün", sagt der Meteorologe vom Wetterdienst Meteomedia im Gespräch mit wetter.info. Im Flachland herrschen an Heiligabend milde vier bis sieben Grad, da haben die Flocken keine Chance. Lediglich in den Mittelgebirgen, oberhalb von 800 Metern, liegt noch genug Schnee. Doch auch hier kann von weißer Pracht keine Rede sein. "Das taut an und wird matschig", so Globig.
Am Samstag zieht ein Tiefausläufer über Deutschland hinweg. Er bringt milde Temperaturen und Niederschläge zu uns. Oberhalb von 500 Metern kann es ein wenig schneien, im Süden und Südosten fällt sogar in tieferen Lagen Schnee. Doch schon zum Abend hin ziehen sich die Schneefälle an den Alpenrand zurück. In der Nordwesthälfte bleibt es weitgehend trocken.
Keine Weihnachten wie aus dem Bilderbuch also. "Aber auch keine Wetterkatastrophen: kein Sturm, kein Starkregen", so Globig. Daran ändert sich auch an den Feiertagen wenig. Am Sonntag wird es mit ein bis zehn Grad erneut sehr mild für diese Jahreszeit. Am wärmsten wird es wohl im Rheinland und an der Nordseeküste. Kühler bleibt es dagegen in Bayern und in den Höhenlagen der Mittelgebirge. Dort schwanken die Temperaturen häufig sogar um den Gefrierpunkt.
Im Norden verdecken viele Wolken den Himmel, gelegentlich fällt etwas Sprühregen. Im Süden dagegen bleibt es trocken.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag liegen die Höchsttemperaturen bei zehn Grad. "Das ist fast schon frühlingshaft", sagt der Wetter-Experte. Dennoch sollte man für den Weihnachtsspaziergang eine wetterfeste Jacke anziehen, denn es bläst ein starker Südwest-Wind. Südlich des Mains macht sich dagegen Hochdruckeinfluss bemerkbar; dort wird es mit null bis drei Grad deutlich kühler. Immerhin heitert es stellenweise auf.
An diesem Wetter dürfte sich auch im Laufe der kommenden Woche wenig ändern. Es bleibt weiter mild. In höheren Lagen liegt Schnee - "zwar nicht in Topqualität, aber ausreichend", beruhigt Globig. Ein erneuter Wintereinbruch ist bis zum Beginn des Neuen Jahres wohl nicht zu erwarten. Gelegentlich kann es nachts etwas Frost geben, aber "es ist nichts dramatisches zu erwarten", sagt der Meteorologe.
Quelle: wetter.info
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