04.10.2011, 08:26 Uhr
In der zweiten Wochenhälfte steht ein Wetterumbruch bevor: Es wird stürmisch und wesentlich kühler (Quelle: dpa)
Noch wiegt uns der Herbst in Sicherheit und verwöhnt mit Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen. Doch tatsächlich hält er für uns eine eiskalte Überraschung bereit: "Am Donnerstag wird der Wetterschalter umgelegt", warnt Thomas Globig vom Wetterdienst meteomedia im Interview mit wetter.info. "Es gibt einen massiven Temperatursturz."
Der Wetterumschwung kündigt sich dabei sehr zaghaft an. "Bis dahin ist alles nur Vorgeplänkel", meint Globig. Zur Wochenmitte ziehen zwar immer wieder auch lockere Wolken auf, allerdings nur vereinzelt. Regel oder Niesel gibt es ebenfalls nur hin und wieder.
Die Temperaturen sinken, jedoch nur geringfügig. Im Süden liegen die Höchsttemperaturen am Dienstag bei 26 Grad, am Mittwoch und Donnerstag bei bis zu 23 Grad. Im Norden ist es insgesamt etwas kühler - am Dienstag steigt das Thermometer auf bis zu 20 Grad, am Mittwoch sind noch 19 Grad, am Donnerstag 18 Grad möglich.
"Bis dahin sind die Temperaturen um Einiges überdurchschnittlich, sowohl im Norden wie im Süden", stellt der Meteorologe fest. Normal für die Jahreszeit wären im Süden knapp um die 20 Grad, im Norden um die 14 bis 15 Grad.
Mit der zweiten Wochenhälfte ändert sich der Vorhersage zufolge dann das Wetter grundlegend. Dabei bekommt laut Globig der Norden den Wetterwechsel zuerst zu spüren. Nach und nach setze sich in südliche Richtung deutlich kühleres Wetter durch, das Regen und starken Wind bereithalte. "Von Norden her kommt eine Kaltfront rein, die bis zum Donnerstagabend eine Linie von der Pfalz über das Erzgebirge bis zur Oberlausitz zieht."
"Der Faustschlag des Herbstes kommt am Freitag", kündigt Globig an. Während im Süden am Donnerstag noch über 20 Grad erwartet würden, seien es am Freitag nur noch knapp über zehn Grad.
Dazu bringe der Wetterwechsel Regen und starken Wind aus westlichen Richtungen. Zwar regne es sich nicht ein, so Globig, und es seien auch keine Unwetter zu erwarten. Dennoch werde es deutlich regnerischer. Im Flachland könne es darüber hinaus Sturmböen mit Windstärke 7 bis 8 geben, in den Bergen sogar noch stärkere.
Hoffnungen auf eine Rückkehr der wonnig warmen Oktobertage zerstreut Globig zugleich. Bei diesem Wetterumbruch handele es nicht um eine "Eintagsfliege": "Die warme Luft ist weg - und bleibt für dieses Jahr auch weg." Zum Wochenende lasse der Wind zwar nach, es bleibe jedoch kühl. In sternenklaren Nächsten seien großflächig erste Bodenfröste zu erwarten.
Augenmerk müsse dann vor allem auf die Berge gelegt werden, so Globig. "Die Schneefallgrenze kann unter 1000 Meter fallen", warnt der Meteorologe. Entsprechend könnten die Straßen auf den Spitzen der Mittelgebirge und in den Alpen durch Graupel- und Schneeregen glatt werden." Darauf solle man sich einstellen". Globig erinnerte an die Regel, Winterreifen von O(kotober) bis O(stern) aufzuziehen. "Wer in gefährdeten Gebieten wohnt, sollte da vielleicht ein bisschen Druck machen, sonst könnte es eine böse Überraschung geben"
Quelle: wetter.info, fst
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