16.01.2012, 14:08 Uhr | rf
In der gesamten Westhälfte darf man sich noch über zwei weitere Sonnentage freuen. Wer kann, sollte die nutzen. Denn am Donnerstag ist auch dort Schluss mit eitel Sonnenschein: "Da zieht ein dickes Regengebiet vom Atlantik rein", sagte Andreas Wagner von der Meteomedia Unwetterzentrale im Gespräch mit wetter.info. Dahinter folgt nass-kalte Luft - mit Graupelgewittern im Norden und einem winterlichen Intermezzo im Süden und in den Bergen. "Richtiges Erkältungswetter", sagte Wagner.
Doch zunächst macht sich am Dienstag die Sonne noch mal im ganzen Westen breit. Nur in den Niederungen und einigen Gebirgstälern hält sich hier und da zäher Nebel. Oberhalb von 800 bis 1000 Metern herrscht dagegen Sonnengarantie.
Das Nachsehen hat wieder der Osten: Dort muss man bei dichter Bewölkung zeitweise mit Schneeregen- oder Regenschauern rechnen. In Sachsen fallen die Flocken bis ins Flachland. "Östlich der Elbe gibt es also schon am Dienstag die nass-kalte Wettervariante", so Wagner.
Am Mittwoch ändert sich zunächst kaum etwas beim Wetter: Im Westen kommt wieder die Sonne raus, und trübe geht's im Osten zu. Erst am Nachmittag klopfen von Westen die Wolken eines Tiefs an.
Am Abend regnet es schon von Schleswig-Holstein über Hessen bis ins Saarland und westlich davon. Windig wird's an der Nordsee und im Bergland: Dort sind häufig Sturmböen unterwegs.
Gefährliche Straßenglätte droht ab Mittwochnachmittag streckenweise in den Mittelgebirgen. Der Regen fällt dort auf den ausgekühlten Boden und gefriert schlagartig. Vor allem von Sachsen über Bayern bis ins Allgäu könnte es in der Nacht zu Donnerstag streckenweise extrem rutschig werden. Mit der milderen Atlantikluft steigt aber die Schneefallgrenze zunächst in die höchsten Gipfellagen.
Am Donnerstag teilt eine ganze Kette von Tiefruckgebieten Deutschland in zwei Wetterhälften: Im Norden dominiert kalte Luft mit häufigen Schauern, Graupel und einzelnen Wintergewittern, über dem Süden liegt deutlich mildere Luft mit eingelagertem, teils kräftigem Regen und Sturmböen bis ins Flachland.
In der Nacht zum Freitag kommt die Luftmassengrenze weit in den Süden voran und hat am Tage die Alpen bereits überquert. "Dann liegt ganz Deutschland in kalter Luft", sagte Wagner.
Bis in tiefere Lagen der Mittelgebirge hält noch mal der Winter Einzug. Mit Behinderungen durch Schnee und glatte Straßen sollten sich Autofahrer grundsätzlich oberhalb von 300 Metern einstellen. "Kurzzeitig kann es aber überall rutschig werden", warnte Wagner. Auch sind immer wieder kurze Wintergewitter mit von der Partie.
"Hochwinterliches Wetter mit Dauerfrost und Pulverschnee wird das aber nicht", sagte Wagner. Verbreitet liegen die Tagestemperaturen knapp oberhalb vom Gefrierpunkt.
Allerdings: Ab 300 Meter bleibt das Quecksilber meist unter der Null-Grad-Marke hängen, und die Wintersportregionen dürfen sich über ordentliche Neuschneemengen freuen.
Schon am Wochenende wird es wieder milder, und der Winter hat es zunehmend schwerer, in Deutschland Fuß zu fassen: "Wenn es bis zur ersten Februarwoche keine Hoch schafft, sibirische Kaltluft nach Europa zu pumpen, dann ist das Thema Dauerfrost für diese Wintersaison endgültig gegessen", sagte Wagner.
Quelle: wetter.info
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