23.08.2011, 15:50 Uhr
"Irene" ist auf dem Weg nach Westen (Foto: ap)
Der Karibik-Wirbelsturm "Irene" hat sich am Montag weiter verstärkt und droht zu einem mächtigen Hurrikan zu werden.
Am Dienstag tobte er in nordwestlicher Richtung an der Nordküste der Dominikanischen Republik entlang auf die Turks und Caicosinseln und die Bahamas zu. Dort wurde bereits Hurrikanalarm ausgerufen. Wie das US-Hurrikanzentrum in Miami weiter berichtete, wurde "Irene" mit Windgeschwindigkeiten von 160 Kilometern pro Stunde im Zentrum als Hurrikan der Kategorie 2 eingestuft.
An der gesamten Nordküste der Insel Hispaniola, auf der die Dominikanische Republik und Haiti liegen, galt höchste Alarmstufe. In der Dominikanischen Republik standen nach lokalen Medienberichten 264 Notunterkünfte bereit, die Nationalgarde war seit Sonntag aktiviert, wie lokale Medien berichteten. Verbreitet kam es zu Stromausfällen.
Es drohen vor allem Erdrutsche in den Bergen und Überschwemmungen in tiefliegenden Gebieten entlang der Flüsse. Hunderte von Familien seien in Sicherheit gebracht worden, berichtete die Online-Ausgabe der Zeitung "El Nacional".
Die UNO hat mittlerweile Hilfe für das bitterarme Haiti mobilisiert. "Die Vorbereitungen in Haiti haben begonnen", erklärte die Sprecherin des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, Elisabeth Byrs, in Genf. Das Welternährungsprogramm teilte mit, an 35 Orten in Haiti lagerten insgesamt 7000 Tonnen Nahrungsmittel, mit denen die Bedürftigen im Land 26 Tage lang versorgt werden könnten. "Irene" könnte Haiti besonders hart treffen, da dort nach dem schweren Erdbeben vom Januar 2010 immer noch zahlreiche Menschen in behelfsmäßigen Unterkünften leben. Der Hurrikan sollte in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) in Haiti und in der benachbarten Dominikanischen Republik auf Land treffen.
"Irene" war am Wochenende über den Kleinen Antillen in der Ostkaribik entstanden und hatte sich beständig verstärkt. Auf der Nachbarinsel Puerto Rico, die der Sturm zuvor durchquert hatte, wurden Straßen beschädigt, Bäume und Telefonmasten umgerissen. Rund 770 Menschen wurden nach Angaben der Behörden obdachlos.
Quelle: AFP , dpa
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