02.02.2012, 14:42 Uhr
Obdachlose in einer Suppenküche in Polen (Quelle: Reuters)
Der strenge Winter hat in Deutschland bislang mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. In Magdeburg wurde ein 55 Jahre alter Obdachloser erfroren aufgefunden, teilte die Polizei mit. Ein Notarzt habe nur noch den Tod des Mannes feststellen können. Er war von einer Passantin entdeckt worden.
Auch in Niedersachsen gab es ein Todesopfer durch die Eiseskälte. Ein Spaziergänger habe die Leiche eines 69-jährigen Rentners am Donnerstagmorgen auf einem Feldweg zwischen den Ortschaften Harderode und Bremke entdeckt, teilte die Polizei in Hameln mit. Es spreche alles dafür, dass der gehbehinderter Rentner in der eiskalten Nacht an Unterkühlung gestorben sei. Neben dem Toten stand dessen Rollator.
Der Mann hatte in einem Seniorenheim in Lehrte gewohnt. Dort war er am Mittwoch verschwunden. Das Personal hatte dies der Polizei am Abend gemeldet. Die Ermittlungen ergaben, dass der Rentner mit einem Taxi bis nach Behrensen im Kreis Hameln-Pyrmont gefahren war. Eine Suchaktion blieb jedoch ohne Erfolg. Wie sich am Donnerstag herausstellte, war der Mann in der Dunkelheit mit seinem Rollator rund elf Kilometer weit bis in die Nähe von Harderode gelaufen.
Bereits am Mittwoch war eine Frau bei Stendal ums Leben gekommen, die in einem eiskalten See gebadet hatte.
Unterdessen ist die Zahl der Kältetoten in Europa auf über 120 gestiegen. Vor allem im Osten ist die Lage dramatisch. In der Ukraine erhöhte sich die Zahl der Erfrorenen um 20 auf 63, teilte das Zivilschutzministerium mit. In Polen starben nach Angaben des Innenministeriums in Warschau bisher 29 Menschen.
In Österreich meldete die Nachrichtenagentur APA zwei Tote, darunter eine 83-jährige Frau, die bei einem Waldspaziergang offenbar gestürzt war und es nicht mehr geschafft hatte aufzustehen.
In der Ukraine wird die Lage bei Temperaturen von stellenweise minus 30 Grad Celsius immer dramatischer, berichteten ukrainische Medien. In den vergangenen sechs Tagen wurden mehr als 900 Menschen wegen Erfrierungen und Unterkühlungen in Krankenhäuser gebracht. Die Zahl der Betreuungsstellen, in denen Obdachlose sich aufwärmen und essen können, stieg auf mehr als 2000. Meteorologen sagten weiter Rekordkälte voraus.
In der Ex-Sowjetrepublik leben viele Menschen unter ärmlichsten Bedingungen. Nach offiziellen Angaben gibt es rund 100.000 Obdachlose. Allerdings wird die Zahl inoffiziell mit 300.000 Menschen ohne Bleibe angegeben. Die Krankenhäuser des Landes sind angewiesen, obdachlose Patienten nach Abschluss ihrer Behandlung nicht zu entlassen, um sie vor der Kälte zu schützen, sagte eine Sprecherin des ukrainischen Gesundheitsministeriums.
In Polen starben allein in den vergangenen 24 Stunden neun Menschen an den Folgen der Kälte, teilte das Warschauer Innenministerium mit. Innerhalb einer Woche erfroren in Deutschlands östlichem Nachbarland damit 29 Menschen. Auch hier sind die meisten dieser Toten Obdachlose.
Innenminister Jacek Cichocki rief die Bevölkerung im Rundfunksender "Radio Zet" auf, schlafende Obdachlose an Haltestellen oder in Treppenhäusern nicht einfach zu ignorieren. "Jetzt ist der Moment, wo von unserer Sensibilität und Solidarität Menschenleben abhängen", sagte Cichocki.
Auch in Serbien und Bosnien starteten die Behörden einen Rettungseinsatz. Dort sollten Dutzende Menschen mit Hubschraubern aus eingeschneiten Dörfern in Sicherheit gebracht werden. Zudem wurden Hilfsgüter in die betroffenen Gebiete transportiert.
In einigen Regionen zeigte das Thermometer Temperaturen von bis zu minus 32,5 Grad an. Die klirrende Kälte führte zu Stromausfällen und einem Verkehrschaos. Außerdem blieben vielerorts Schulen und Kindertagesstätten geschlossen.
Auch die Japaner kämpfen mit heftigen Schneefällen und eisigen Temperaturen. Mehr als 50 Menschen sind nach amtlichen Angaben bereits bei Unfällen im Schnee ums Leben gekommen. In einem für heiße Quellen bekannten Badeort in der nördlichen Provinz Akita erfasste eine Lawine drei Menschen, berichteten örtliche Medien. Die beiden Frauen und ein Mann starben bald darauf in einem Krankenhaus.
Die meisten Todesopfer sind ältere Menschen, die beim Schneeräumen von den Dächern ihrer Häuser stürzten. Da es in ländlichen Regionen oft an jungen Menschen fehlt, müssen viele Alte die harte Arbeit selbst verrichten. Die Schneefälle beeinträchtigten auch den Verkehr. Beim Betrieb der üblicherweise superpünktlichen Hochgeschwindigkeitszüge kam es zu Verspätungen.
Auch in der Türkei schneit es seit Tagen. Der Schnee behindert immer mehr den Verkehr und die Energieversorgung. Allein auf dem Atatürk Flughafen in Istanbul seien am Vortag 180 Flüge ausgefallen, berichteten türkische Medien. In der Metropole sei fast ein halber Meter Schnee gefallen.
In den ländlichen Regionen im Osten seien etwa 1000 Straßen zu kleineren Dörfern nicht mehr passierbar. Teilweise sei das Stromnetz zusammengebrochen. Mit nun bereits neun Tagen Schnee in diesem Jahr habe der Winter aber auch den Westen des Landes ungewöhnlich stark in die Zange genommen, sagte ein Meteorologe. Erst am Wochenende werde es wieder wärmer.
In Serbien sind nach heftigen Schneefällen und Stürmen etwa 11.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Die Dorfbewohner leben in abgelegenen Bergregionen und können nicht erreicht werden, weil die Straßen vereist und mit Schnee blockiert sind, wie ein Sprecher der Bereitschaftspolizei sagte.
Quelle: dpa
Beeped Piano schrieb:
am 3. Februar 2012 um 00:00:48
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Obdachlose
Erst mal meine Wut über das Merkel Regime; Die Tante ist so abgehoben,dass nur noch der Mamon der Reichen und Politiker
interessiert.
Nun zu den Obdachlosen, klar steht ihnen eine Behausung durch die Sozialämtern zu, nur viele von ihnen sind zu stolz es auch einzufordern, andere geben auf in diesem Bürokratie Irrsinn.
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Chris schrieb:
am 2. Februar 2012 um 20:53:35
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Wut und Trauer
Während sich die Herren und Damen Politiker einmal mehr die Diäten erhöhen und die Protestmails nicht geduldet sondern
einfach in dem Spamordner geschoben werden, erfrieren die ersten Armen. Das macht mich einfach nur wütend, ich glaube wir müssen alle aufwachen und den Politikern zeigen wo es lang geht. Wir sind das Volk. Nahrung, Strom und Wasser muss für alle bezahlbar bleiben. Danke liebe Grüne, das ihr den Reichen den Strom teuer abkauft und den Armen dafür das letzte Geld raubt!SchämtEuch
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Wilhelm schrieb:
am 2. Februar 2012 um 18:55:12
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Eiseskälte
Viele dieser Obachlosen sind stolze Menschen und wollen nicht mehr auf
den Staat zurückgreifen, denn dieser hatte ihnen ja
vorher schon alles
genommen, bevor sie vielleicht bei Hartz IV gelandet sind.
Seit 2 Jahren tourt die Merkel durch die Lande, zieht den Steuerzahlern eine Bürgschaft nach der anderen über, an diese Leute denkt Sie nicht -
dies wäre aber ihre verdammte christliche Pflicht -
Hier müßte eine Weisung von oben kommen, die Kommunen haben dazu
kein Hirn oder wenig davon - leider.
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